DAS MUSEUM IM ZEUGHAUS
Das Gebäude selbst, von Maximilian I. in den Jahren 1500/1506 als zentrales Arsenal der habsburgischen Erblande angelegt, stellt gleichsam das „Ausstellungsobjekt Nr. 1“ dar. Von der Eingangshalle aus erreicht man die Schauräume im ersten Stockwerk – eine Reise durch die Kulturgeschichte des Landes Tirol kann beginnen.
Ausgehend von natürlichen Gegebenheiten des Landes Tirol, Geologie und Mineralogie, wird in den einzelnen Abschnitten bei gut erfassbaren Übergängen jeweils Typisches für einzelne Zeitabschnitte herausgegriffen und dies abwechselnd in den Bereichen der Wirtschafts-, Geistes- oder politischen Geschichte: Vom prähistorischen Bergbau zum Höhepunkt des Bergsegens in Tirol (15./16. Jhdt.); soziale und religiöse Missstände des 16. Jahrhunderts und das Einsetzen der Gegenreformation, die zum - heute noch manchmal benützten - Schlagwort „Heiliges Land“ Tirol führt. Eine solche geistige Voraussetzung war mitbestimmend für den Abwehrkampf der Tiroler gegen aufklärerische Tendenzen und Fremdherrschaft in der Napoleonischen Ära. Für das 19. Jahrhundert sind Erforschung und „Eroberung des Gebirgslandes bezeichnend. Wissenschaftler, Künstler, Touristen befassen sich mit Tirol. Die günstige Entwicklung bricht unvermittelt mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ab. Im letzten Abschnitt der Schausammlungen wird kurz die politische Entwicklung des Landes von der Teilung bis zur „Europaregion Tirol“ charakterisiert.










