GESCHICHTE

Kaiser Maximilian I. ließ das Zeughaus von 1500 bis 1503/1506 im unverbauten Areal der "Kohlstatt" zwischen Sill und Sillkanal errichten. Er hatte die beherrschende Stellung des Landes Tirol als Drehscheibe europäischer Politik und als Ausgangspunkt verschiedener militärischer Unternehmungen erkannt und im Land mehrere Waffenarsenale errichtet.

In den offenen Erdgeschoßhallen war die berühmte und gefürchtete Artillerie des Kaisers untergebracht, im oberen Stockwerk das gesamte Kriegsgerät. Mit den Zeughäusern konnte der Kaiser im Ernstfall rasch die Ausrüstung an die bezahlten Söldner, "Landsknechte" genannt, aushändigen. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts waren diese an die Stelle der feudalen Ritterheere getreten. Das Wort "Zeug" wurde in früherer Zeit für "Ausrüstung", "Gerät" verwendet.

VOM WAFFENARSENAL ZUM MUSEUM
Das Gebäude, das zu den seltenen erhaltenen monumentalen Zweckbauten der maximilianischen Zeit gehört, diente bis 1955 als militärisches Zeughaus. In den 1970er Jahren wurde es unter weitgehender Schonung seines einmaligen kulturhistorischen Wertes zu einem Museum umgebaut und am 13. Mai 1973 als "Landeskundliches Museum" als Zweigstelle des Ferdinandeum eröffnet. Als Daueraustellung werden hier Teile der Historischen Sammlungen des Ferdinandeum sowie Sonderausstellungen präsentiert.