Schauplatz Tirol

„Tirol pur“ finden die BesucherInnen im Schauplatz Tirol. Der unterirdische Ausstellungsraum erscheint wie eine reich gefüllte Schatulle. Im Einzelnen werden die Bereiche Religion, Mensch, Politik und Natur präsentiert. 

In den Boden eingelassene sowie an Stahlseilen aufgehängte Betonformteile veranschaulichen die Zerrissenheit der politischen Geschichte. Antizentralismus und Traditionalismus sind die Triebkräfte für den Aufstand von 1809. Danach wird die Freiheit zum Mythos: Tirol, die Geschichte einer Behauptung.

„Das Heilige Land“ erscheint in mächtigen Vitrinen mit Exponaten, die vor schweren, barock glänzenden Vorhängen zu schweben scheinen. Politik und Religion sind in Tirol eng verwoben. Das Christentum spielt eine große Rolle.

„Über die Tiroler“ erfährt man vieles in kantigen Säulen, die wie mächtige Bäume im Raum stehen. Hinter großen und kleinen Türen gibt es die Wesenszüge von sechs exemplarischen Tirolern zu entdecken. Das Fremdbild wird zum Selbstbild und als solches touristisch vermarktet.

In Tirol sind die Berge unumgänglich und Teil der Identität. Das Land liegt fast zur Gänze in den Alpen, nur etwa zwölf Prozent sind Dauersiedlungsraum. Eine über vierzig Meter lange, imposante Vitrine präsentiert eine Fülle an Gegenständen aus der Bergwelt Tirols, vom überfahrenen Bieber über Heilige Wässer bis zum Winterzauber.