Naturwissenschaftliche Sammlungen

Mit ca. 2,6 Millionen Einzelobjekten verwalten die Naturwissenschaftlichen Sammlungen heute die umfangreichsten Sammlungsbestände der Tiroler Landesmuseen. Die Sammlungen sind eine wesentliche Grundlage für die Landesdokumentation und den Schutz der Flora und Fauna des Alpenraums, besonders des Gebiets Alt-Tirol.

Das Ferdinandeum besitzt die weltweit mit Abstand bedeutendste Dokumentation über Alpenschmetterlinge mit ca. einer Million Exemplaren. Die internationale Spitzenposition in der alpinen Schmetterlingsforschung dokumentiert sich auch in einer umfangreichen Publikationstätigkeit und in der Entdeckung von über 150 neuen und bisher unbeschriebenen alpinen Arten. Aber auch die Käfersammlung (ca. 600.000 Exemplare), das Herbar (ca. 400.000 Exemplare) sowie eine umfangreiche Schnecken- und Muschelsammlung haben internationale Bedeutung. Die Wirbeltiersammlung besticht neben einem modernen Sammlungskonzept auf wissenschaftlicher Basis vor allem durch zahlreiche Dermoplastiken hervorragender Qualität.

Zahlreiche wertvolle Legate (z. B. Mineralogie, Geologie, Botanik, Wirbeltiere) stammen aus den ersten Jahren des Bestehens des Museums. Durch den Sammlungsschwerpunkt des Ferdinandeum auf den Bereich Geschichte und Kunst ab den 1880er Jahren kommt es zum vorläufigen Niedergang der naturwissenschaftlichen Fachrichtungen. Seit etwa 1970 spielen die Naturwissenschaftlichen Sammlungen wieder eine bedeutende Rolle. Neben der Freilandforschung und dem Publizieren machen die Naturwissenschaftlichen Sammlungen mit Sonderausstellungen, Führungen, Vorträgen, Exkursionen und Kursen auf ihr breites Aufgabenfeld aufmerksam.

Adresse
Naturwissenschaftliche Sammlungen
Krajnc-Stra├če 1
6060 Hall