Konzert auf der Ebert-Orgel

Das Instrument zählt zu den ältesten, spielbaren und wertvollsten Orgeln der Welt. Gebaut wurde es vom Ravensburger Orgelmeister Jörg Ebert im Auftrag von König Ferdinand I. Die Orgel war einige Jahre vor der Kircheneinweihung bereits zum größten Teil vollendet. Die originale Jahreszahl am Klaviaturrahmen zeigt das Jahr 1558 an. In der Hofkirche kam die Orgel jedoch erst im Jahr 1561 erstmals zum Einsatz. Die Hofkirche selbst wurde 1564 durch Kaiser Ferdinand I. eingeweiht.

Das kunstvolle Gehäuse der Orgel besteht aus Zirbenholz, wobei das Hauptwerk und das Rückpositiv mit Flügeltüren verschließbar sind. Die Flügeltüren sollten zum einen das Orgelinnere vor Schmutz und Insekten schützen, zum anderen hatten sie bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts auch eine liturgische Bedeutung. Zur Advents- und Fastenzeit blieben die Flügeltüren geschlossen, auch während darauf gespielt wurde. Dadurch hörte sich die Orgel leiser an und mahnte die KirchenbesucherInnen zur Andacht. Dieser Funktion folgend befanden sich auf den großen geschlossenen Flügeltüren die biblische Szene der „Anbetung des Jesuskindes in der Krippe durch die Hirten“. Die geöffneten Flügeltüren zeigen hingegen „Erzengel Gabriel und Maria Verkündigung“ sowie auf den unteren Türen ursprünglich die „Auferstehung und Himmelfahrt Christi“. Vermutlich durch Restaurierungsarbeiten wurden diese jedoch mit der Bibelszene „die Flucht nach Ägypten“ vertauscht.

Preis
Tickets an der Kassa des Tiroler Volkskunstmuseum € 7