Auf der Kippe
Eine Konfliktgeschichte des Tabaks

Seit im Jahr 2004 in Irland, Norwegen und Italien Rauchverbote ausgesprochen wurden, ist das Rauchen ein Dauerbrenner in Medien, Politik und an Stammtischen. In Österreich löste die Aufhebung des bereits beschlossenen Gesetzes zum Rauchverbot 2018 wieder heftige Debatten aus.
Weltweit ist der Konsum von Tabak zwischen tödlicher Krankheit und exotischem Genuss, lebenslanger Gesundheit und hedonistischem Lifestyle zum Streitfall geworden. Dabei galt Tabak nach seiner Entdeckung in Südamerika als Heilmittel, eroberte als Genussmittel sehr rasch Europa, dann die ganze Welt.
Seit den 1980er Jahren wird Rauchen fast ausschließlich unter dem Gesundheitsaspekt diskutiert. Dabei werden Kulturleistungen, die mit Tabak und dessen Konsum in Verbindung stehen, gänzlich ausgeblendet. Verabschiedet sich gerade eine Jahrhunderte alte kulturelle Praxis aus dem öffentlichen Leben?
Die Ausstellung zeichnet die Konfliktgeschichte des Tabaks nach und betrachtet seine Doppelgesichtigkeit zwischen Gesundheitsschädigung und kultureller Stimulanz. Rauchen ist aktuell nicht mehr nur eine individuelle Handlung sondern berührt weitreichende soziale und kulturelle Fragen. Es geht um Moral, Genuss, Macht, Gesundheit, Rauch, Kultur, Geschlechterverhältnis und Zeit. Erzählt und präsentiert wird dies in einer Verschränkung von historischen Alltagsobjekten, alter und zeitgenössischer Kunst und Popkultur.

Die nächsten Termine:

Führung

Sonntag, 11. August, 11 Uhr
Volkskunstmuseum

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Preis
Eintritt + Führungspauschale € 2

VORTRAG

Mittwoch, 11. September, 18 Uhr
Volkskunstmuseum

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„Tabak aus medizinischer Sicht“, mit Nicole Längle, Psychologin, und Michael Willis, Mediziner, Feldkirch

Preis
Eintritt frei

Führung

Sonntag, 22. September, 11 Uhr
Volkskunstmuseum

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Preis
Eintritt + Führungspauschale € 2

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