LOIS WEINBERGER

Lois Weinberger arbeitet seit den 1970er Jahren auf unkonventionelle Weise mit dem Verhältnis zwischen Natur- und Zivilisationsraum. Er lenkt den Blick auf Randzonen und stellt Hierarchien unterschiedlicher Art in Frage. Sein bepflanztes Bahngleis oder sein karger Dachgarten auf dem Watari Museum in Tokio sorgten für Furore. Weinberger hat mit seiner Arbeit die Debatte zu „Kunst und Natur“ in den 1990er Jahren bis heute maßgeblich mitbestimmt. Aus Anlass seines 65. Geburtstags widmen ihm die Tiroler Landesmuseen eine umfassende Personale.

Von 2003 bis 2009 arbeitete der u. a. mit dem Kunstpreis der Stadt Wien und dem Tiroler Landespreis für Kunst ausgezeichnete Künstler für Projekte im öffentlichen Raum mit seiner Frau Franziska zusammen. Mit seinen Arbeiten ist er bei zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten, wie z. B. 1991 bei der Biennale in Sao Paolo, 1997 bei der documenta X in Kassel und 2009 als Beitrag Österreichs bei der 53. Biennale di Venezia.