SCHWARZ-WEISS² 1915 - 1918
Tiroler Standschütze Ludwig Fasser

Die Sonderausstellung der Bergiselstiftung widmet sich den Tiroler Standschützen. Im Zentrum stehen der Erlebnisbericht von Ludwig Fasser sowie seine Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Kriegszeit 1915 bis 1918. Beleuchtet werden die Geschichte des Standschützenbataillons Schwaz und ausgewählte persönliche Erlebnisse von der Front im Trentino.

Mit seinem Erlebnisbericht entwirft Ludwig Fasser ein facettenreiches, keineswegs verherrlichendes, sondern durchaus kritisches Bild vom Leben an der Front im Trentino. Manchmal lustig, oftmals erstaunlich, zum Teil auch banal und abstoßend erzählt er vom tristen Alltag, aber auch von der Freude beim Heimaturlaub oder vom Jux mit den Kameraden. Seine Fotografien zeigen die Standschützen sowohl bei ihren Einsätzen gegen Italien als auch beim Sockenstopfen, in der Vorratskammer, beim Schachspielen oder Musizieren.

Die Standschützen waren das letzte Aufgebot des Landes. Es umfasste für die Aufstellung und den Ausmarsch der Tiroler Landsturmregimenter nicht eingezogene zu junge, zu alte und untaugliche Männer. Dieses letzte Aufgebot von Alttirol und Vorarlberg schützte vom Mai 1915 bis zum Eintreffen aktiver Truppen große Teile der Landesgrenze. Die Standschützen waren bis zum Kriegsende 1918 im Einsatz.