Asylwerbende im Museum

Gemeinsam mit der Tiroler Soziale Dienste gemeinnützigen GesmbH haben die Tiroler Landesmuseen ein Programm für Asylsuchende entwickelt, das über die sprachlichen Grenzen hinweg einen Kulturaustausch zwischen flüchtenden Menschen und TirolerInnen ermöglicht. Die Asylwerbenden erhalten Einblick in die Kultur und Geschichte des Landes Tirol, entdecken Anknüpfungspunkte, Ähnlichkeiten bzw. Gegensätze zu ihrer eigenen Kultur und Sozialisierung.

Die AsylwerberInnen kommen in einer Kleingruppe von ca. fünfzehn Personen ins Volkskunstmuseum. Die Teilnahme am Programm „Asyl im Museum“ ist freiwillig. Der Besuch wird durch die DeutschtrainerInnen bzw. die Leitung in den Flüchtlingsheimen angeregt, vorbereitet und in Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen organisiert.

Eine große Herausforderung ist der sensible Umgang mit Sprache aufgrund der sprachlichen Heterogenität der Gruppen. Insofern legt der dreistündige Workshop einen Schwerpunkt auf die kreative Bildbetrachtung. Karten mit Begriffen, Zusatzbilder, die Veranschaulichung von Techniken durch Materialien, die haptisch erprobt werden können, aber auch nonverbale Methoden wie Tanz und Musik wirken den Sprachbarrieren entgegen. Der Höhepunkt des Programms ist die kreative Arbeit im Atelier. Mit langen Pinseln und Farbe kreieren die TeilnehmerInnen gemeinsam zu Musik ein großformatiges Bild.

Durch das Programm können die flüchtenden Menschen persönliche, positive Erfahrungen im ihnen fremden Land machen, Kontakte knüpfen und im Museum spüren, dass sie willkommen sind.

Gefördert duch das Bundeskanzleramt Österreich, Sektion für Kunst und Kultur