Schere, Stein, Papier
Eine Kulturgeschichte des Spielens

Das Spielen zählt zu den ältesten Ausdrucksformen der menschlichen Kultur. Es ist bemerkenswert, wie konstant sich verschiedene Spiele über Jahrtausende gehalten haben. Die Ausstellung zeigt Aspekte der historischen Entwicklung des Spielens, erinnert Ältere an Spiele aus ihrer Kindheit und stellt Jüngeren vergessene Spiele vor.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung von Spielen war die Entwicklung des Würfels. Eine 2.300 Jahre alte, in Stein eingeritzte Variante des „Mühle-Spiels“ ist nachweisbar. Bekannte Brettspiele des 19. und 20. Jahrhunderts wie „Mensch ärgere dich nicht“, „Fang den Hut“ oder das „Leiterspiel“ haben ihren Ursprung in den sogenannten Laufspielen „Pachisi“ und „Gänsespiel“, die bereits 400 Jahre vorher in Europa sehr beliebt waren.

Weitere Themenbereiche der Ausstellung sind Spiele im Freien, wie das Fangen- oder Versteck-Spielen. Teilweise waren diese Bewegungsspiele bereits im Mittelalter bekannt und werden heute noch gespielt. Auch Tiroler Spezialitäten wie die Innsbrucker Puppenbühne oder typische Kartenspiele werden ausgestellt.