Grafische Sammlungen

Die Grafischen Sammlungen sammeln und bewahren Handzeichnungen, Kupferstiche, Lithografien, Druckgrafiken, Plakate, Fotografien, Videos, Spinnwebenmalerei und Nachlässe. Die Sammlung umfasst rund 30.000 Blätter und wurde 1976 als eigenständiger Bereich etabliert. Davor befanden sich die Arbeiten weitgehend in den Kunstgeschichtlichen Sammlungen.

Zu den ersten gesammelten Blättern zählen Zeichnungen aus dem Nachlass des Malers Joseph Schöpf. Neben großen Beständen Tiroler Barockzeichnungen kamen vor allem durch Legate Zeichnungen der altdeutschen, niederländischen und italienischen Kunst ins Ferdinandeum. Umfassend ist die Kunst des 19. Jahrhunderts vertreten, die 1829 mit dem Ankauf eines großen Bestandes von Zeichnungen Joseph Anton Kochs eingeleitet wurde. Einen großen Zuwachs erfuhren die Grafischen Sammlungen 1888 durch das Legat Ludwig von Wiesers, das neben Gemälden u. a. über 10.000 Kupferstiche und eine große Anzahl von Handzeichnungen umfasste. Seit den 1960er Jahren wird ein Großteil der Ankäufe des Landes Tirol dem Ferdinandeum als Leihgabe anvertraut. Die Tiroler Kunst nach 1945 ist dadurch bestens dokumentiert. Durch den Erhalt der Preisblätter und Ankäufe des Österreichischen Grafikwettbewerbs Innsbruck verfügen die Grafischen Sammlungen darüber hinaus über einen profunden Bestand an österreichischer Gegenwartsgrafik.