Sammlung Tiroler Volkskunstmuseum

Die volkskundlich-kulturhistorische Sammlung des Tiroler Volkskunstmuseum besteht aus etwa 40.000 inventarisierten Objekten. Aufgrund der Sammlungsgeschichte stehen vorindustrielle Themenbereiche im Mittelpunkt: Arbeit und Handwerk, Frömmigkeit und Magie, Haushalt und Wohnkultur, Spiel und Freizeit, Landwirtschaft und Tierhaltung sowie Kleidung und Tracht. Überregional von Bedeutung ist die umfangreiche Sammlung von Weihnachtskrippen sowie der Sonderbestand Wallfahrts- und Andachtsgrafik, der mehrere tausend Blätter umfasst. Der zeitliche Schwerpunkt der Sammlung liegt zwischen dem 18. und 21. Jahrhundert, jedoch finden sich auch zahlreiche spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Objekte im Bestand.

1888 wurde begonnen, eine Vorbildsammlung für ein geplantes Gewerbemuseum anzulegen.
Ein besonderes Augenmerk wurde damals auf die Qualität und Kunstfertigkeit der Objekte gelegt. Selbst Alltagsobjekte in der Sammlung sind deshalb verziert oder erweisen sich als qualitätsvolle Arbeiten. Der geographische Fokus liegt auf dem Gebiet der Europaregion Tirol, jedoch finden sich auch zahlreiche Objekte aus anderen Gegenden in der Sammlung.

Politisch und zeitgeschichtlich von besonderem Interesse ist das Archiv der „Mittelstelle Deutsche Tracht“. Diese NS-Institution war bis 1945 im Museum angesiedelt. Ihre Wirkungsgeschichte ist derzeit Mittelpunkt eines Forschungsprojekts, welches in Kooperation mit der Universität Innsbruck umgesetzt wird.

Derzeit wird an der Digitalisierung der gesamten Sammlung gearbeitet. Nach Absprache stehen die Daten für eine Recherche vor Ort zur Verfügung. Anfragen sind zu richten an: k.berger@tiroler-landesmuseen.at