FRISCHLUFT? FREIHEIT! FAHRRAD!

Die individuelle, unkomplizierte, rasche und ökologische Fortbewegung auf kurzen Strecken erfolgt heute mehr denn je mit dem Fahrrad. Dieses dient aber nicht nur als Verkehrs-, sondern auch als Transportmittel und als Freizeit- und Sportgerät. Seinen Ursprung hat das Fahrrad im sogenannten Laufrad, der Draisine. Dafür erhält der Erfinder Karl von Drais vor 200 Jahren im Großherzogtum Baden ein Privileg und sie avanciert in der Folge zum ersten Individualverkehrsmittel für alle. Weitere Entwicklungsstufen zum Fahrrad sind ab Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst das Veloziped und Hochrad mit Tretkurbeln am Vorderrad und später das kettenbetriebene Sicherheitsniederrad (1885/86), wie wir es im Prinzip heute noch verwenden.

RADFAHREN FÜR ALLE
Sind es anfangs ausschließlich gut betuchte Bürger und Adelige, die das Radfahren als Hobby ausüben, so kann man sich bereits um die Jahrhundertwende auch in Tirol mit geringerem Einkommen ein Fahrrad leisten. Für Frauen ist das Radfahren anfangs aufgrund der allgemeinen Bekleidungsvorschriften, aber auch wegen moralischer und gesundheitlicher Bedenken, nicht opportun. Das neue Verkehrsmittel bringt für den Verkehr große Probleme mit sich: Da viele ihr Fahrrad anfangs nicht richtig beherrschen und Pferde vor den Fahrzeugen oft scheuen, stellen sie für andere VerkehrsteilnehmerInnen eine potentielle Gefahr dar.

DAS FAHRRAD ALS SPORTGERÄT
Um 1900 wird das Fahrrad auch als Gefährt zur Bewegung in der frischen Luft oder als Sportgerät verwendet. Es dient der Gesundheit und bringt die StadtbewohnerInnen aufs Land.
ArbeiterInnen können kostengünstig und unabhängig von anderen Verkehrsmitteln aus den Städten in die freie Natur radeln. Mit der Zeit unternimmt man gerne auf den immer besser ausgebauten Straßen Fahrradtouren. Diese werden bald als eigenes Angebot des Tourismus entsprechend beworben.

Die nächsten Termine:

Führung

Sonntag, 25. November, 11 Uhr
Zeughaus

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Preis
Eintritt + Führungspauschale € 2

Themenführung - Radfahren kommt dem Flug der Vögel am nächsten

Sonntag, 2. Dezember, 11 Uhr
Zeughaus

Radsport um 1900
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Radfahren bedeutete um 1900 in erster Linie Freiheit im Sinne von individueller und unabhängiger Bewegung, aber auch gesunde, sportliche Aktivität in der frischen Luft. Wie entwickelte sich das sportliche Interesse am Radfahren? Von wem wurde der Radsport gefördert und welchen Stellenwert hatte er in der Gesellschaft? Die Führung beschäftigt sich mit Aspekten des Radsports um 1900 und zeigt Parallelen und Unterschiede zum modernen Rennsport auf.

Preis
Eintritt + Führungspauschale € 2

Kuratorinnenführung

Sonntag, 6. Jänner, 11 Uhr
Zeughaus

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Preis
Eintritt + Führungspauschale € 2