STEREOTYPES
TEGEN EEN MUZIKALE MONOCULTUUR

Muziek is alomtegenwoordig: op school, op het werk, bij de kapper en in de concertzaal. Overal in deze ruimten waar muziek – individueel of collectief – intensief wordt ervaren, komen we ze tegen: de stereotypes: docenten, leerlingen, deskundigen, stars, fans. Uit het samenspel van al deze stereotypes is onze muziekcultuur ontstaan, met rituelen en conventies die we tegenwoordig meestal als vanzelfsprekend beschouwen. Dit soort stereotypen hebben ook de Innsbrucker Musikverein opgericht en gedragen; het 200-jarig jubileum van deze vereniging vormt de aanleiding voor deze tentoonstelling. De bezoekers, zelf behorend tot verschillende 'muzikale' stereotypes, worden uitgenodigd in deze muzikale ruimten hun eigen plek te zoeken en dóór te vragen. Welke plaats neemt muziek in onze maatschappij in? In hoeverre maakt muziek nog deel uit van de klassieke onderwijscanon? In hoeverre draagt muziek bij aan onze identiteit? Wie zijn de stereotypes die zich bijzonder intensief met muziek bezighouden? Wat drijft hen? De muziek-kosmos waar de tentoonstelling de bezoeker in meeneemt, is allesbehalve een monocultuur.

Die nächsten Termine:

KINDER-FÜHRUNG

Freitag, 19. Oktober, 15 Uhr
Ferdinandeum

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Klingt Alte Musik alt und Neue Musik neu? Ab wann wird Musik als alt bezeichnet? Was unterscheidet ein modernes Klavier von einem alten? Hat es Geigen immer schon gegeben, und haben sie immer schon gleich ausgeschaut? Haben sich alte Instrumente bis heute weiterentwickelt?

Fragen wie diesen geht die Kinder-Führung auf den Grund, indem die TeilnehmerInnen gemeinsam die Ausstellung „Stereo-Typen. Gegen eine musikalische Mono-Kultur“ im Ferdinandeum durchwandern. Die Schau besteht aus einzelnen Musikräumen, die mit alten und neuen Klängen gefüllt werden. Ilse Strauß, Franz Gratl und MusikerkollegInnen zeigen wieder einmal, dass „Alte Musik“ ganz frisch und neu klingen kann und dass das „Neue“ ohne das „Alte“ gar nicht denkbar ist. Den Schlusspunkt der Kinder-Führung bildet ein gemeinsamer Auftritt aller Beteiligten - der InterpretInnen zusammen mit den jungen Gästen - auf der Konzertbühne, die Teil der Ausstellung ist.

Im Rahmen der Ausstellung „Stereo-Typen“, in Koop. mit der Innsbrucker Abendmusik, ab 8 Jahre, Anmeldung unter T 0699 11 17 05 66 oder office@innsbrucker-abendmusik.at

Preis
€ 2 / Kind

Erlebnis Konzert

Samstag, 20. Oktober, 19 Uhr
Collegium Canisianum

Das Ritual Konzert, ironisch hinterfragt
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Zeitgenössische KomponistInnen setzen sich ironisch und kritisch mit Elementen des Rituals „Konzert“ als wesentliche Form der Musikvermittlung und Erbe des bürgerlichen 19. Jahrhunderts auseinander: Vom Starkult über den Applaus und das Husten bis zur Zugabe werden einzelne Elemente dieses Rituals seziert, hinterfragt und musikalisch umgesetzt. Dieses Konzert zeugt mit Uraufführungen von Werken aus der Feder von sechs Tiroler KomponistInnen von der Vielfalt und dem breiten Spektrum der heimischen Neue Musik-Szene. Der Humor kommt in diesem besonderen Konzert nicht zu kurz, aber die Auseinandersetzung mit dem bürgerlichen Konzertbetrieb soll auch zum Nachdenken anregen – ganz im Sinn der Ausstellung „Stereo-Typen“. Das Tiroler Kammerorchester unter der Leitung von Gerhard Sammer beschreitet wieder einmal neue Wege.

Tiroler Kammerorchester InnStrumenti
Leitung: Gerhard Sammer

Adresse
Collegium Canisianum
Tschurtschentalerstraße 7
6020 Innsbruck

Preis
€ 19
erm. € 16
€ 10 für Schülerinnen & StudentInnen bis 27 Jahre

Konzert auch im Abonnement erhältlich

Raum für Musik!

Mittwoch, 24. Oktober, 15.30 Uhr
Ferdinandeum

Bespielung der Räume in der Ausstellung
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MusikerInnen, Lehrende und SchülerInnen, InstrumentenbauerInnen und KomponistInnen werden eingeladen, jeweils eine Stunde aktiv die Räume der Ausstellung mit Live-Acts zu beleben: InstrumentenbauerInnen geben Werkstatt-Einblicke und stellen sich der Diskussion, MusikerInnen spielen in einem informellen Rahmen und bieten dem Publikum Möglichkeiten zur Begegnung, reale Unterrichtsstunden werden ins Museum verlegt, SchülerInnen und Lehrende stellen sich den Fragen des Publikums. Bespielt werden der Salon, das Unterrichtszimmer, die Werkstatt und der Konzertsaal.

Programm
Opernbearbeitungen und andere vergnügliche Abendunterhaltungen – mit Ilse Strauß und Nik Tarasov (Spazierstockflöten / Csakane), Wolfgang Praxmarer (Gitarre)

Zur Ausstellung
Wer macht die Musik – und was macht die Musik mit uns? Warum lässt sie kaum jemanden kalt und warum ist sie für so viele Menschen so wichtig, dass sie sich in unterschiedlicher Art und Weise intensiv mit ihr beschäftigen? Wir bezeichnen diese Menschen spielerisch als „Stereo-Typen“: Personen aus Vergangenheit und Gegenwart, für die Musik Beruf, Hobby oder Konsumgut ist. Als BesucherIn der Ausstellung sind Sie eingeladen, in diesen Charakteren viele Ihrer eigenen Emotionen wiederzufinden, die gerade in der Musik eine besonders wichtige Rolle spielen: Begeisterung, Leidenschaft, Neugier, Ehrgeiz,Frustration. In inszenierten Musikräumen bietet sich Gelegenheit, sich mit verschiedenen Arten der Musikerfahrung auseinanderzusetzen, das eigene Verhältnis zur Musik zu beleuchten und zu hinterfragen.

Der Anlass für die Ausstellung ist ein Jubiläum: 2018 feiern wir 200 Jahre Innsbrucker Musikverein. Wir nehmen in unserer Ausstellung vielfach Bezug auf diese Vorgängerinstitution des Tiroler Landeskonservatoriums und der Musikschule der Stadt Innsbruck. Unsere Ausstellung will jedoch nicht bloß einen Überblick über die Geschichte des Musikvereins geben, sondern anhand von Objekten der Vergangenheit und der Gegenwart zeigen, dass unsere Musikkultur allgemein – und beileibe nicht nur im Genre der „Klassik“ – tief im bürgerlichen 19. Jahrhundert wurzelt. In dieser Zeit entstanden die schon erwähnten Rituale und Konventionen,
die wir aufzeigen wollen. Prägende Elemente des Kulturbetriebs im 19. Jahrhundert wie Virtuosentum, Überhöhung der Kunst und Kanonbildung, wirken vielfältig in unsere Zeit hinein.
So sehr uns heute das Attribut „bürgerlich“ fremd erscheinen mag, der Schatten des „langen 19. Jahrhunderts“ reicht bis in die Gegenwart.

Die Schau präsentiert sich als Abfolge von Räumen intensiver Musikerfahrung:  Musikunterrichtszimmer, Werkstatt, Salon, Künstlerzimmer und Konzertsaal sind nicht nur herkömmliche Ausstellungsräume; sie sind Orte, an denen Sie fast wöchentlich Gelegenheit haben, Livemusik und Stereo-Typen in Aktion zu erleben.

Preis
reg. € 11 / erm. € 8

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