Veranstaltungen für Lehrer*innen in den Tiroler Landesmuseen 2020/2021

  • „Wege der Vielfalt. Religiöse DiverCITY Innsbruck“

  • Do 22. Oktober 2020, 15 – 17.30 Uhr, Treffpunkt: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

  • Referent*innen: Studierende des BA-Studienganges Europäische Ethnologie der Leopold-Franzens-Universität
  • Neben Gebets- und Versammlungsorten gibt es in jeder Stadt auch Orte alltäglicher Religiosität, die darauf hinweisen, dass Vielfalt in einer pluralen Gesellschaft über Fragen der Herkunft oder des Lebensstils hinaus gehen. Auf diese Orte machen seit Jänner 2020 zwei virtuelle Stadtspaziergänge aufmerksam, die von Studierenden der Universität Innsbruck (Fach Europäische Ethnologie“) gemeinsam mit dem Haus der Begegnung und der Stadt Innsbruck erarbeitet wurden. Die einzelnen Stationen können natürlich auch für den Religionsunterricht oder interreligiöse Projekte an Schulen fruchtbar gemacht werden. Erkunden Sie ausgewählte Orte im Stadtraum gemeinsam mit den Studierenden, erfahren Sie bisher vielleicht überraschende Hintergründe und lassen Sie sich inspirieren für den eigenen Unterricht. Multireligiöse Spaziergänge können auch Schüler*innen die eigene Stadt ganz neu zugänglich machen und zu vertiefenden Gesprächen über eigene Orte und Verortungen im Zusammenhang mit religiösen Prägungen und Praxen einladen.

In Zusammenarbeit mit dem Haus der Begegnung, der KPH Edith Stein und dem islamischen Fachinspektorat Tirol. Mit Anmeldung bei Mag.a Ingrid Jehle PhD über: ingrid.jehle@kph-es.at an.

  •  „Museumskoffer – Zeitreise Tirol. Archäologie von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter“ für Lehrer*innen der VS, NMS, AHS Unterstufe

  • Mi 4. November 2020, 14 – 17 Uhr, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
  • Referentinnen: Mag. Katharina Walter, Dr. Angelika Schafferer
  • In dieser Veranstaltung wird der von den Tiroler Landesmuseen entwickelte Museumskoffer mit archäologischen und didaktischen Materialien vorgestellt. Mit dem Museumskoffer ist es möglich, Archäologie im Klassenzimmer anschaulich, spannend und „hautnah“ zu vermitteln sowie einen Überblick von der Urgeschichte bis ins Frühmittelalter in Tirol zu geben. Mit Rekonstruktionen von archäologischen Objekten, Spielen, Experimenten und Arbeitsblättern wird Archäologie in der Klasse lebendig. Die Schüler*innen erwerben Wissen zur Tiroler Geschichte und Kompetenzen, die grundlegend für den Besuch jeder archäologischen Sammlung sind. In der Fortbildung werden die zahlreichen Möglichkeiten des Einsatzes im Unterricht besprochen. Der Museumskoffer kann bei den Tiroler Landesmuseen ausgeliehen werden.

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Tirol, Anmeldung bei der PHT.

  • Preview für Pädagog*innen aus VS und Kindergärten in der Ausstellung „Vom kleinen Saurier zum Ritter Rost. Der Zeichner Jörg Hilbert“

  • Do 26. November 2020, 15.30, Museum im Zeughaus, Eintritt frei, ohne Anmeldung
  • Führung durch die Ausstellung und Vorstellen des Vermittlungsangebotes für Volkschulklassen und Kindergärten

  • Preview für Lehrer*innen in der Ausstellung „Defregger. Mythos-Missbrauch-Moderne“

  • Do 10. Dezember, 16.30 Uhr, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Eintritt frei, ohne Anmeldung
  • Führung durch die Ausstellung und Vorstellen des Vermittlungsangebotes für Schulklassen

  • „Defregger. Mythos-Missbrauch-Moderne“ für Lehrer*innen der Sekundarstufe I und II

  • Mi 20. Jänner 2021, 14.30 – 17 Uhr, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
  • Referentin: Mag. Sonja Fabian
  • Im 100. Todesjahr widmen die Tiroler Landesmuseen Franz von Defregger, einem der erfolgreichsten Künstler um 1900 eine große Ausstellung. In der Auseinandersetzung mit den Originalen beschäftigen wir uns mit  Phänomenen der Moderne, wie der massenhafte Bildreproduktion oder mit Fragen nach Identität und Geschlechterrollen. Die Veranstaltung zeigt Methoden auf, wie man Bilder Defreggers, die bis heute in manchen Tiroler Schulen präsent sind, in ihrer politischen Dimension entschlüsselt, sind sie doch auch während des Nationalsozialismus für ideologische Zwecke instrumentalisiert worden. Wie sehr Defregger auch von anderen Künstlern beeinflusst wurde, zeigen Arbeiten u.a. von van Gogh, Kirchner, Millet, Corinth und Leibl, die den Arbeiten Deffreggers gegenübergestellt werden.

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Tirol, Anmeldung bei der PHT.

  • „Vom kleinen Saurier zum Ritter Rost. Der Zeichner Jörg Hilbert“, für Lehrer*innen der VS

  • Di 26. Jänner 2021, 14.30 – 17 Uhr, Museum im Zeughaus
  • Referent*innen: Mag. Roland Sila und Mag. Katharina Walter
  • Die Ausstellung zeigt Entwürfe des ersten und nie publizierten Kinderbuches „Der kleine Saurier“ von Jörg Hilbert, der vor allem mit seiner Kinderbuchfigur „Ritter Rost“ große Bekanntheit erlangte. Diese und andere Figuren aus seinen Kinderbüchern bevölkern das ganze Museum im Zeughaus. In der Veranstaltung wird das Zusammenspiel von Text, Illustration und Lied in der Entstehung eines Kinderbuches an den ausgestellten Werken sichtbar gemacht. Mit Methoden der Theaterpädagogik und des kreativen Schreibens wird aufzeigt, wie man mit Volkschüler*innen die Bilderwelten Jörg Hilberts für seinen Unterricht nutzen kann.

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Tirol, Anmeldung bei der PHT.

  • „Sarah und Lukas im Riesenrundgemälde – Unterrichtsmaterialien für Schule und Museum“, für Lehrer*innen der VS

  • Do 25. Februar 2021, 14 – 17 Uhr, DAS TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum
  • Referentinnen: Dr. Angelika Schafferer,  Mag. Katharina Walter
  • Das Riesenrundgemälde und seine Darstellung der Kämpfe von 1809 sind Teil eines Tiroler Geschichtsbewusstseins, das die historischen Ereignisse oftmals mythisiert und zur Heroisierung Andreas Hofers beigetragen hat. „Sarah und Lukas“, die Unterrichtsmaterialien für die 4. Klasse Volksschule, die als Download auf der Webseite der Tiroler Landesmuseen kostenlos erhältlich sind, machen spielerisch mit den Inhalten des Riesenrundgemäldes vertraut und regen auch zur kritischen Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Ereignissen an. Sie enthalten Impulsmaterialien für Schüler*innen, methodisch-didaktische Hinweise und Hintergrundtexte für Lehrer*innen. Die Arbeitsaufgaben zielen auf ein selbständiges Arbeiten der Schüler*innen alleine und/oder in der Kleingruppe ab, ermöglichen kreative und subjektive Herangehensweisen und dienen jeweils als Vorbereitung für ein von der Lehrperson moderiertes Gespräch mit der ganzen Klasse. Die Fortbildung zeigt unterschiedliche Herangehensweisen an die dargestellte(n) Geschichte(n) auf und wie „Sarah und Lukas“ in der Schule und im Museum eingesetzt werden können.

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Tirol, Anmeldung bei der PHT.