Buchbinderwerkzeug, 18. – 20. Jahrhundert, Sammlung Tiroler Volkskunstmuseum
In Bezug auf frühere Lesegewohnheiten hört man häufig, dass Bücher teure Luxusgegenstände gewesen seien. Dabei war der Lesestoff selbst oft günstig zu haben – schließlich handelte es sich um Massenware. Wenn jedoch nicht nur der Inhalt, sondern auch das Aussehen, sprich der Einband, zählte, so waren die Dienste eines Buchbinders gefragt. Je nachdem, wie aufwendig ein Einband war, konnte das teuer werden. Der Kasten mit Werkzeugen eines Buchbinders vom 18. bis zum 20. Jahrhundert lässt die vielen Gestaltungsmöglichkeiten, die das Handwerk mit sich brachte, erahnen.
Das Buchbinderwerkzeug wird derzeit im Depot des Volkskunstmuseums aufbewahrt.