Uhrenkette, 19. Jahrhundert, Sammlung Tiroler Volkskunstmuseum
Auf den ersten Blick scheint dieses Objekt ein modernes, aus Paracord geknüpftes Armband zu sein. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Kette für eine Taschenuhr, geknüpft aus Menschenhaar.
Vor allem im 19. Jahrhundert wurden aus menschlichem Haar Bilder und Schmuck angefertigt. Sie dienten meist als bleibende Erinnerung an Verstorbene. Heute rufen derartige Objekte mitunter Ekel hervor. Doch Schmuck aus menschlichen „Materialien“ wird auch wieder beliebter. Andenken werden dabei nicht nur aus Haaren gefertigt, auch Nabelschnüre, Muttermilch oder Milchzähne werden zu Schmuckstücken verarbeitet.
Die Uhrenkette wird im Sammlungs- und Forschungszentrum in Hall aufbewahrt.