Digitalisierung ist auch im Bibliotheksbereich das Schlagwort des 21. Jahrhunderts. Großangelegte Digitalisierungsprojekte wie jenes von Google an der Österreichischen Nationalbibliothek und der Bayerischen Staatsbibliothek versprechen, urheberrechtsfreie Bücher und Zeitschriften im großen Stil für die gesamte Menschheit verfügbar zu machen. Zu kurz kommen in diesen großen Projekten oftmals die sehr speziellen und/oder regionalen Textbestände – die eben ein Spezialinteresse erfordern.
Seit ungefähr zwanzig Jahren bemühen sich Tiroler Universitäts- und Landesbibliotheken in Digitalisierungsprojekten, auch das historische Texterbe Nord-, Ost- und Südtirols vor dem Verfall zu retten, es auf lange Sicht zu erhalten und auch für eine breite Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Da alle diese Texte (ob dies nun Bücher oder Zeitschriften und Zeitungen betrifft) über die Bibliotheken des Gebietes verstreut und nirgendwo gemeinsam zugänglich sind, ergeben sich für so ein Unterfangen einige Schwierigkeiten.