20.3.2026
3 min
Mag.a. Ursula Grimm

Frühlingszeit – Rückkehr der Brutvögel

Mitte März wurden in der Gaisau bei Inzing im Rahmen einer Exkursion der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft am Tiroler Landesmuseum (OARGE) in Kooperation mit Birdlife schon zahlreiche Vogelarten beobachtet.

Das Gebiet befindet sich bei Inzing, es umfasst einen Teich mit Verbindung zum nahe gelegenen Inn und angrenzende Ufervegetation, sowie einen Auwaldbereich und eine Feuchtwiese. Zwischen Gaisau und Inn liegen Felder, Wiesen und ein Radweg. Die Gaisau ist ein Schutzgebiet, einerseits ein ornithologisches Kleinod, aber auch botanisch interessant.

Konstante Dokumentation

Peter Morass, ehemaliger Tierpräparator der Tiroler Landesmuseen und einige Jahre Kurator der Wirbeltiersammlung, leitet seit 2015 drei Mal jährlich Exkursionen in die Gaisau bei Inzing. Die Tage Mitte November, Mitte Jänner und Mitte März sind für ihn auch in seiner Pension noch Fixtermine. Die Dokumentation dieser Exkursionen bieten einen interessanten Blick auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre – so sind die Exkursionstage auch so gewählt, dass sie den Terminen der (internationalen) Wasservogelzählung entsprechen.

Blick auf die Gaisau
© Ingrid Bistan
Die Gaisau bei Inzing ist ein idealer Platz für Vogelbeobachtungen.

Rückkehr aus Winterquartieren

Im Herbst sind neben den lokalen Vögeln manchmal Durchzügler in die Winterquartiere zu beobachten. Im Winter ist der Teich oft zugefroren und man kann Vögel in der umgebenden Vegetation beobachten. Wasservögel gibt es dann meist nur mehr am angrenzenden Inn zu sehen. Im Frühling kommen etliche Singvogelarten aus ihren Winterquartieren zurück. Vogelgesang ist vermehrt zu hören und die Tiere bereiten sich auf die Brutsaison vor. So stand die März-Exkursion unter dem Motto: Rückkehr der Brutvögel.

Bunte Vogelwelt

Durchschnittlich werden bei einer Veranstaltung mit 10 bis 20 Teilnehmern 25 Vogelarten in unterschiedlicher Anzahl beobachtet. Die Palette reicht dabei von verschiedenen Singvögeln wie Amsel, Drossel (Singdrossel, Wacholderdrossel, aber auch einmal eine Rotdrossel), Fink (Buchfinken) und Star über Enten und weitere an das Wasser gebundene Arten. Als schillernder Pfeil kann auch manchmal ein Eisvogel vorbeifliegen. Immer wieder machen Watvögel einen Stopp. In den angrenzenden Feldern kann man öfters Braun- und/oder Schwarzkehlchen beobachten. Auch zahlreiche Greifvögel nutzen das Gebiet: Falken (Turm- und Baumfalke), Milane (Rot- und Schwarzmilane), Mäusebussarde und Sperber.

Ingrid Bistan besucht seit vielen Jahren regelmäßig die Gaisau. Sie beobachtet und fotografiert Vögel, dokumentiert Veränderungen und erfreut sich an Naturbeobachtungen. Auch sie hat schon mehrfach Exkursionen in dem Gebiet geleitet. Als engagierte Naturschützerin fallen ihr negative Veränderungen sofort auf und sie versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Derzeit fällt dort ein Biber viele große, alte Bäume und es entstehen Nutzungskonflikte. Versuche, die Bäume mit Schutzzäunen zu umgeben, wurden unternommen. Ingrid versucht, verschiedene Parteien an einen Tisch zu bekommen. So wurde auch die Schutzgebietsbetreuerin auf ihre Initiative zur Exkursion geladen. Das Treffen fand dann doch nicht im Rahmen der Exkursion statt, allerdings ist ein Grundstein für eine weitere Zusammenarbeit gelegt.

Wir hoffen, dass das Gebiet weiterhin in seinem botanischen und ornithologischen Reichtum erhalten bleibt und sich Besucher*innen an der Schönheit und Vielfalt der Natur erfreuen können.

Autorin

Mag.a. Ursula Grimm

Naturwiss. Bibliothek / Zoologie
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