Musiksammlung

Instrumenten- und Notensammlung, Konzerte, CD-Reihe musikmuseum

Die Musiksammlung widmet sich der umfassenden Dokumentation der Tiroler Musikgeschichte und -gegenwart. Tirol wird dabei gemäß der Tradition des Ferdinandeums in seiner historischen Dimension begriffen, mit Nord-, Ost- und Südtirol sowie dem Trentino.

Anlaufstelle für Wissenschaft und Praxis

Die Musiksammlung versteht sich als Service- und Anlaufstelle für Wissenschaft und Praxis, als fachkompetenter Partner im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs. Kooperationen mit tirolischen und internationalen Musikinstitutionen werden bewusst angestrebt und kontinuierlich gepflegt. 

Kooperationen

Partnerschaften bestehen zum Beispiel mit dem Haus der Musik Innsbruck (Musikvermittlungs-Reihe „ConTakt – Alte Musik im Gespräch“), mit der Innsbrucker Jesuitenkirche (Gottesdienste mit Werken aus tirolischer Überlieferung), mit dem Gemeindemuseum Absam (Realisierung von Veranstaltungs- und Vermittlungsformaten), mit dem Benediktinerstift Marienberg in Südtirol (Projekt der Aufarbeitung der historischen Notenbestände), mit der Konzertreihe Innsbrucker Abendmusik, dem Orchester der Akademie St. Blasius und dem Ensemble rosarum flores (Realisierung tirolspezifischer Musikprogramme) sowie mit den Musikinstitutionen Tirols, die sich der Musikausbildung widmen.
 

Musikalien, Instrumente und Tonträger

Die breit gefächerten Sammlungsbestände umfassen vorrangig Musikalien, Instrumente und Tonträger. Sie können über den Zettelkatalog in der Bibliothek des Ferdinandeums (Noten bis 2005) bzw. über Datenbank-Recherche über einen lokalen Zugang (ebenfalls in der in der Bibliothek des Ferdinandeums) recherchiert werden. Die Bestände des Tiroler Volksliedarchivs, das seit 2020 in dem neu geschaffenen Bereich Musik als Abteilung zugeordnet ist, sind über eine eigene Datenbank auch online erreichbar.

Konzert- und CD-Reihe musikmuseum

Einen Arbeitsschwerpunkt in der Sammlungstätigkeit bildet die Konzeption, Organisation und Durchführung der Konzert- und CD-Reihe musikmuseum. Die Marke musikmuseum steht für Konzerte und CD-Produktionen mit einem inhaltlichen Fokus auf die tirolische Musikgeschichte und -gegenwart. Im Mittelpunkt steht die Dokumentation der Sammlungen der Tiroler Landesmuseen: Werke aus dem reichen Notenfundus erklingen ebenso wie wertvolle Instrumente. Die Reihe bietet ein breites Spektrum ungewöhnlicher Musikerlebnisse mit exquisiten heimischen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

Musiksammlung im Ferdinandeum

Die 2020 neu gestaltete Sammlungspräsentation im Ferdinandeum umfasst ausgewählte Instrumente aus der Sammlung, wobei nun erstmals auch Blasinstrumente zu sehen sind. Die Schau wird nun auch durch Notenmaterial aus den Beständen des Ferdinandeums komplettiert und zu Werken der bildenden Kunst mit Musikdarstellungen in Beziehung gesetzt.

Notensammlung

Die Notensammlung ist in fast 200 Jahren Museumsgeschichte zu einer wahren Fundgrube für die regionale Musikgeschichte und einem sehr vielfältigen Bestand von internationaler Bedeutung gewachsen. Über 30.000 Handschriften und Drucke finden sich hier. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Handschriften und Drucke aus Tiroler Stadt- und Landkirchen sowie aus Klöstern (vor allem aus dem 18. und 19. Jahrhundert) und Nachlässe von Tiroler Komponisten wie Josef Netzer, Johann Rufinatscha, Ernst Tschiderer, Karl Senn u. a. Als Depositum befindet sich auch die wertvolle historische Musikbibliothek des Innsbrucker Musikvereines zur Betreuung und wissenschaftlichen Aufarbeitung in der Musiksammlung.

Instrumentalsammlung

Ebenso heterogen in ihrer Konsistenz präsentiert sich die Instrumentensammlung, mit ca. 400 Objekten eine der größten Österreichs. Unter den Streichinstrumenten ragen die Instrumente des legendären Tiroler Geigenbauers Jakob Stainer (ca. 1620–1683) als besondere Preziosen hervor. In der Sammlung historischer Tasteninstrumente finden sich u. a. ein Regal aus der Zeit um 1600, der international berühmte Hammerflügel von Conrad Graf (Wien um 1835) und ein klangschöner Flügel des Innsbrucker Klavierbauers Johann Georg Gröber (um 1825). Die Blasinstrumente stammen überwiegend aus Beständen von Tiroler Musikkapellen und umfassen einige Raritäten, etwa tiefstimmige Doppelrohrblattinstrumente des 19. Jahrhunderts.

Ihre Ansprechpartner