Bibliothek des Ferdinandeums

Spezialbibliothek für gesamttirolische Landeskunde, mit Online Katalog

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Die Bibliothek des Ferdinandeums ist eine wissenschaftliche Bibliothek mit bedeutendem Altbestand mit einem Schwerpunkt zur Tiroler Landeskunde, wobei die Tiroler Landesgrenzen des Gründungsjahres des Museums, 1823, für diese Schwerpunktsetzung bis heute herangezogen werden. Dies bedeutet, dass grundlegende Quellen zum Bundesland Tirol, Südtirol und das Trentino bis heute gesammelt und dokumentiert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der sogenannten grauen Literatur, das sind Schriften, die über den Verlagshandel nicht erworben werden können, zum Beispiel Vereinsschriften, Festschriften, lokale Zeitschriften etc. Dies ermöglicht einen ungefilterten Zugang zu Themen und zur Lebenswelt der Menschen.

Über die Landeskunde hinaus wird Forschungsliteratur zu den vielseitigen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen gekauft und steht zur Nutzung zur Verfügung. Insgesamt umfasst der Bestand über 300.000 Bände.

Tiroler Zeitungen jederzeit einsehbar

Eine Besonderheit der Bibliothek ist, dass große Teile des Zeitungsbestandes von Tiroler Zeitungen im Freihandbereich ohne Vorbestellung eingesehen werden können.

Digitale Dokumentation zu Tirol-Themen

Weit über die Grenzen Tirols hinaus bekannt ist die spezielle Dokumentation des Bestandes, der eine inhaltliche Auswertung aller Zeitungen, Zeitschriften und Bücher sowie zahlreicher Sonderbestände umfasst. So ist eine Suche nach Personen, Orten und Sachgebieten mit Tirolbezug sehr genau möglich. Der historische, immer noch gültige Zettelkatalog, angelegt um 1890 von Conrad Fischnaler, umfasst etwa 1.600.000 Karteikarten, also Verweise. Die digitale Dokumentation, die seit 2003 durchgeführt wird, ermöglicht eine Suche in über 1.000.000 Hinweisen.

Sondersammlungen: von der ältesten Gletscherdarstellung bis zur Speisekartensammlung

Zusätzlich zum für die Tiroler Landeskunde zentralen Bestand an Büchern und Periodika werden zahlreiche Sondersammlungen in der Bibliothek verwahrt und erschlossen. So findet sich hier die umfangreichste Sammlung topographischer Graphik und Porträts zum Raum Tirol, wie etwa die älteste Gletscherdarstellung der Alpen. Auch topografische Fotografie, Fotoalben oder Ansichtskarten zu allen Tiroler Orten zählen zum Sammlungsbestand. Zusätzliche Sondersammlungen sind etwas die Exlibrissammlung, in der zahlreiche bedeutende Künstler vertreten sind, die Tourismusprospektesammlung, die Wallfahrts- und Heiligengraphik,  die Speisekartensammlung, die Sterbebildchen und die Partezettel, behördliche Circulare, die umfangreichste existierende Neujahrsentschuldigungskartensammlung oder die Theaterzettel- und Flugzettelsammlung.

Nachlasssammlung der Bibliothek

Als sehr bedeutend kann auch die umfangreiche Nachlasssammlung der Bibliothek betrachtet werden, in der neben Künstlernachlässen wie jenem von Albin Egger-Lienz auch Gelehrten- oder Literatennachlässe liegen. Ergänzt wird dieser relevante Bestand durch eine umfangreiche Autographensammlung.

Die Bibliothek wird als Präsenzbibliothek geführt. Für die Einsichtnahme in die Nachlässe ist eine Voranmeldung notwendig.