Über das Volkskunstmuseum

Wertvollstes Kulturgut aus Tirol

Das Tiroler Volkskunstmuseum ist ein volkskundlich-kulturwissenschaftliches Museum mit einer umfangreichen Sammlung aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Seit 1888 wurden einzigartige Kulturgüter gesammelt, seit 1929 sind diese im ehemaligen Franziskanerkloster im Zentrum Innsbrucks der Öffentlichkeit zugänglich. Durch die Verbindung mit der Innsbrucker Hofkirche ist das Volkskunstmuseum ein Ort für unterschiedlichste Facetten von Kultur – von der höfischen Kunst der Renaissance bis zu den Kulturen der Gegenwart. Ausstellungen, Veranstaltungen und die Kulturvermittlung setzen auf den Austausch unterschiedlicher Meinungen und machen das Museum zu einem demokratischen Erfahrungsort für die Gegenwart..

DAUERAUSSTELLUNG: GESCHICHTE ALS GEGENWART

Die Dauerausstellung wurde 2009 vollständig erneuert. Sie reflektiert vormoderne Gedankenwelten und historische Lebenswirklichkeiten. Die Ausstellungsbereiche „Das Pralle Jahr“ und „Das Prekäre Leben“ zeigen in zahlreichen Facetten, dass Erfahrungen vergangener Zeiten das heutige Leben prägen. Vom Nachleben traditioneller Kulturformen und ihrer emotionalen Bedeutung in der Gegenwart zeugt die oft widersprüchliche Kulturgeschichte von Stube, Krippe und Tracht: Im Volkskunstmuseum wird keine Chronologie präsentiert, vielmehr verbinden sich Erkenntnisse aus der Vergangenheit mit gegenwärtigen Bedeutungen und aktuellen Debatten. Das Kulturelle Erbe der Region wird so in überregionale, grenzüberschreitende Kontexte eingebettet und zeigt die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Durch die inhaltliche Verbindung mit der Hofkirche wird zudem die widersinnige Unterscheidung zwischen „Hochkultur“ und „Volkskultur“ überwunden.

Logo Österreichisches Museumsgütesiegel
Logo Österreichisches Museumsgütesiegel

SONDERAUSSTELLUNG: VIELSEITIG RELEVANT

Wechselnde Sonderausstellungen führen – aus künstlerischer oder kulturgeschichtlicher Perspektive – einen Dialog mit dem „Wertesystem Volkskunst“, widmen sich gesellschaftlich relevanten Themen und Konflikten, greifen Aspekte des Zusammenlebens in einer sich stets wandelnden Gesellschaft auf und sind Forum für interkulturelle und interreligiöse Beziehungen. Die Kulturen und Lebensweisen in Tirol werden als historisch bedingtes, jedoch stets werdendes und sich wandelndes Gefüge begriffen. Als eines der ersten musealen Einrichtungen Österreichs hat sich das Volkskunstmuseum der Arbeitsmigration der 1960er-und 1970er-Jahre in einer umfangreichen Schau verschrieben. Seit seiner Eröffnung 1929 ist das Museum außerdem ein Ort für gegenwärtiges Kunstgeschehen in Tirol: Die Ausstellungsreihe „Kunst in den Stuben“ schlägt eine Brücke zur Modernen Kunst und zeigt alle zwei Jahre einzigartige Installationen und Raumerlebnisse, die in keinem anderen Museum in dieser besonderen Form passieren können.

Blick in eine Stube des Tiroler Volkskunstmuseums
© Alexander Haiden
Stube aus Monclassico bei Male, Trentino (1. Hälfte 17. Jahrhundert)

  • SAMMLUNG VOLKSKUNST: KUNST, ALLTAGSKULTUR, HANDWERK UND MASSENPRODUKTION
  • SAMMLUNG AKTUELL LESEN UND INTERPRETIEREN
  • UNTERSCHIEDLICHE KOOPERATIONEN UM MENSCHEN ZU ERREICHEN
  • EIN ORT DER NEUGIERDE UND INSPIRATION LÄD ZUM GEMEINSAMEN ERLEBNIS EIN

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27.09.2019 - 31.05.2020

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