SCHÖNHEIT VOR WEISHEIT
DAS WISSEN DER KUNST UND DIE KUNST DER WISSENSCHAFT

Kunst und Wissenschaft sind zwei Bereiche, die sich sowohl ergänzen als auch in Wettstreit miteinander treten. Diese Ambivalenz wird in der Sonderausstellung „Schönheit vor Weisheit“ hinterfragt. Die Wissenschaft bedient sich zum Beispiel durchaus ästhetischer Verfahren auf
der Suche nach Ordnungssystemen, um die Vielfalt der Erscheinungswelt zu klassifizieren. Ohne Zeichnungen und Fotografien wäre die Entwicklung von morphologischen Studien etwa nicht denkbar. Die Kunst wird wiederum oft nach ihrem Verhältnis zur Natur vereinfachend beurteilt. Der Grenzbereich, in dem Kunst und Wissenschaft aufeinander treffen und sich gegenseitig beeinflussen, eröffnet ein spannendes Feld.

Für die Sonderausstellung anlässlich des 350-Jahr-Jubiläums der Universität Innsbruck in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen treten WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen
in einen Dialog und stellen eingeübte Denk- und Deutungsmuster auf die Probe. Die Werke von mehr als dreißig Kunstschaffenden verbinden die gegenwärtige künstlerische Praxis mit der wissenschaftlichen Arbeit der letzten Jahrhunderte. Miteinbezogen werden dabei Bereiche von der Kunstgeschichte über die Psychologie bis zur Biologie und Quantenphysik. Zur Ausstellung gehört die „Aula Ferdinandeum“, eine Mischung aus konventionellem Veranstaltungsraum, offenem Wissensraum, Bibliothek und Ort der Kommunikation.

Das Rahmenprogramm finden Sie hier zum Download.

Liste der ausstellenden KünstlerInnen
Johannes Atzinger, Carmen Brucic, Franz Brunner, Ernst Caramelle, Thomas Feuerstein, Romana Fiechtner, FLATZ, Robert Fleischanderl, Dieter Fuchs, Dmitry Gelfand / Evelina Domnitch, Barbara Huber, Heinz Gappmayr, Martin Gostner, Hermann Graber, Christopher Grüner, Werner Kaligovsky, Judith Klemenc, Peter Kogler, Roland Maurmair, Irmgard Mellinghaus, Gregor Neuerer, Oswald Oberhuber, Bernd Oppl, Christine S. Prantauer, Norbert Pümpel, Heidrun Sandbichler, Arthur Salner, Renée Stieger, Marco Szedenik, Ernst Trawöger, Elmar Trenkwalder, Rens Veltman, Lois Weinberger, Franz West

 

 

Bild: TIB Hannover

Die nächsten Termine:

After Work

Freitag, 22. November, 16 Uhr
Ferdinandeum

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Aperitif und Kurzführung zu einem Überraschungsbild in der Sonderausstellung "Schönheit vor Weisheit. Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft" 

Weitere After Work-Termine finden Sie hier.

Dauer: 45 Minuten

Preis
reg. € 7 / erm. € 2 für StudentInnen, SeniorInnen, Mitglieder des Museumsvereins und des Ö1-Clubs, ...

KURATORiNNENFÜHRUNG

Sonntag, 24. November, 11 Uhr
Ferdinandeum

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mit Claudia Mark

Mehr Informationen zur Ausstellung "Schönheit vor Weisheit. Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft" finden Sie hier.

Preis
Eintritt + Führungspauschale € 2

Performance

Dienstag, 26. November, 18 Uhr
Ferdinandeum

"eine feministische kritik an eine patriarchale ausstellungspolitik"
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von und mit Judith Klemenc

Die Arbeit „Orthopraxie“ aus dem Jahr 2002 wurde im Rahmen der Ausstellung „Schönheit vor Weisheit“ verändert und verkleinert präsentiert, was zu einer Fehlinterpretation führt, die wesentliche Aspekte der künstlerischen Position ausblendet. Die Künstlerin hat in Zusammenarbeit mit den KuratorInnen eine Möglichkeit gefunden, der Arbeit zu ihrem Recht zu verhelfen und gleichzeitig die Grenzen des kuratorischen Eingreifens in Frage zu stellen. Sie haben ein prozessuales Ausstellen von „Orthopraxie“ im Rahmen einer Performance entwickelt, die aufgezeichnet wird und anschließend Bestandteil der Ausstellung sein wird. In der Performance wird ein kontinuierliches Reflektieren über Strategien und Dynamiken von Sichtbar-Machen und somit auch von Unsichtbar-Machen nicht nur für AusstellungsmacherInnen sondern auch für BetrachterInnen als notwendig beleuchtet werden, das Scheitern und der Widerstand unabdingbar, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mehr Informationen zur Ausstellung "Schönheit vor Weisheit. Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft" finden Sie hier.

 

Bild:
Judith Klemenc, Orthopraxie, 2002 (Fragment), Foto: Daniel Jarosch, 2019

Preis
Eintritt frei

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