Konzert

Oktett "Special" der Akademie St. Blasius

„Trocken, kühl, klar und spritzig, wie Sekt“ solle sein Oktett klingen, meinte Igor Strawinsky.
Leicht hat er es den Interpreten dabei nicht gemacht. Denn anstatt wie im klassischen Bläseroktett drei Holzbläserpaare (zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Fagotte) mit zwei
Hörnern zu kombinieren und in warmen, weichen Klangfarben zu schwelgen, verband er zwei Blechbläserpaare (Trompeten in C und A, eine Posaune und eine Bassposaune) mit Flöte, Klarinette und zwei Fagotten. Wuchtige Blechbläserklänge treffen da zwar auf „gewohnt“ sanfte Mitteltöne, häufiger jedoch auf einen scharfen, glasklaren Spaltklang. Die Anregung dazu war Igor Strawinsky angeblich eines Nachts im Traum förmlich zugeflogen. Das Pariser Uraufführungspublikum quittierte den Musik gewordenen Traum mit eisernem Schweigen,
doch heute zählt Igor Strawinskys Oktett zu den Meilensteinen der Moderne.

Schelmisch wirkt dagegen die Sonate für Horn, Trompete und Posaune von Francis Poulenc. Ein frühes Werk voller schillernder Klangfarben, tanzender Rhythmen, charmantem Witz – und vor allem reich an köstlichen Melodien. Francis Poulenc gilt ja auch als einer der größten „Melodienschreiber“ des 20. Jahrhunderts!

Dass auch zeitgenössische Komponisten wohlige Melodien schreiben können, haben die beiden mehrfach dekorierten Tiroler Komponisten Michael F. P. Huber und Elias Praxmarer oft bewiesen. Beide haben die Oktette, die die Akademie St. Blasius bei ihnen in Auftrag gegeben hat, bereits fertig konzipiert und arbeiten zum Teil schon an den Details. Der Sekt zur Feier der Uraufführungen steht bereit.

Oktett der Akademie St. Blasius:

Igor Strawinsky (1882-1971)
„Fanfare for a New Theatre“ für 2 Trompeten (1964)

Elias Praxmarer (*1994)
Oktett UA

Igor Strawinsky
„Lied ohne Name“ für 2 Fagotte (1918)

Michael F. P. Huber (*1971)
Oktett UA

Francis Poulenc (1899-1963)
Sonate pour cor, trompette et trombone (1922/1945)

Igor Strawinsky
Oktett (1923)

Preise

Erwachsende € 20 / Senioren € 16 / bis 26 Jahre € 5

Karten bei der Abendkassa erhältlich und auf der Homepage der Akademie St. Blasius

In Kooperation mit

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