Die Geschichte von Tristan und Isolde aus der keltischen Sagenwelt der britischen Inseln wurde zuerst, um die Mitte des 12. Jahrhunderts, in einem altfranzösischen Versepos literarisiert. In den 70er Jahren schrieb Thomas von Bretagne seinen Tristanroman. Auf diesem fragmentarisch erhaltenen altfranzösischen Werk fußt das mittelhochdeutsche Versepos »Tristan und Isolde« des Gottfried von Straßburg (um 1210).
Nicht nur 30 vollständig und fragmentarisch überlieferte Handschriften, sondern zahllose weitere Zeugnisse in Wort und Bild sowie vor allem in der Musik im gesamten europäischen Raum, vom 13. Jahrhundert bis heute, bezeugen den außergewöhnlichen Erfolg der Tristan-Erzählung. Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Worin liegt der Zauber dieser Geschichte – dieser psychologisch konsistent und realistisch geschilderten Geschichte einer großen Liebe?
Musikalische Lesung mit Musik mit dem Germanisten Max Siller und dem Ensemble Rosarum flores mit Markus Forster (Altus)
Idee, Konzept und Moderation: Ilse Strauß und Franz Gratl


