Königin Christina von Schweden als Musikmäzenin zwischen Rom und Innsbruck
Im Jahr 1655 trat Königin Christina von Schweden in der Innsbrucker Hofkirche feierlich zum Katholizismus über. Erzherzog Ferdinand Karl und Erzherzogin Anna de‘ Medici machten dieses Ereignis zu einem großen Fest mit einigen musikalischen Höhepunkten – u. a. der Premiere von Antonio Cestis Festoper „L’Argia“. Die Kontakte Christinas zu Innsbruck brachen auch nicht ab, als sich die Regentin in Rom niederließ und intensiv der Förderung der Künste widmete. 1662 kam Christina ein zweites Mal nach Innsbruck und auch diesmal wurde ihr zu Ehren eine Cesti-Oper aus der Taufe gehoben, „La magnanimità d’Alessandro“ – Christinas zweiter Name war seit ihrer katholischen Taufe Alexandra, nach ihrem Mentor und Taufpaten, dem Chigi- Papst Alexander VII.
In unserem Konzert erklingen Ausschnitte aus den genannten Cesti-Opern, aber auch andere Vokal- und Instrumentalwerke aus dem Umfeld Christinas, deren römischer Musenhof zur europäischen Attraktion wurde. Viele dieser Werke erklingen als Erstaufführungen in neuerer Zeit. Wir präsentieren unter anderem Werke von Antonio Cesti, Giovanni Antonio Pandolfi Mealli, Giacomo Carissimi, Alessandro Melani und Arcangelo Corelli. Der italienische Musikwissenschaftler Luca Della Libera ist ein Experte für das römische Musikleben des 17. Jahrhunderts; seine neuen Forschungsergebnisse zu Christinas musikalischem Mäzenatinnentum, die er in einem Einführungsgespräch präsentieren wird, fließen in unser Programm ein.
BONUS: 18 Uhr Einführungsgespräch mit dem Musikwissenschaftler Luca Della Libera

