remember alfred hochhaus 1909–1941

An diesem Abend zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus stehen Leben und Tod des jüdischen Jazzpianisten Alfred Hochhaus im Mittelpunkt. Er lebte seit 1931 in Telfs. Hochhaus stammte aus einer jüdischen Familie in Wien. 1939 musste er im Zuge der forcierten anti-jüdischen Politik den Gau Tirol-Vorarlberg verlassen und nach Wien zurückkehren. Alfred Hochhaus gelang es, einen Platz in einer von zionistischen Hilfsorganisationen zusammengestellten Zwangsauswanderergruppe zu bekommen, die das britische Mandatsgebiet in Palästina zum Ziel hatte. Mit drei Ausflugsschiffen kamen die Flüchtlinge auf der Donau bis an die Serbisch-Rumänische Grenze, wo der Grenzübertritt untersagt wurde. Über Monate steckten sie im Winterhafen Kladovo an der Donau fest. 1941 werden die jüdischen Flüchtlinge in Serbien von den deutschen Truppen eingeholt – die Männer des Transportes werden am 12. und 13. Oktober 1941 von Einheiten der Wehrmacht erschossen. Das Programm des Abends umfasst ein Hörbild „Remember Alfred Hochhaus“, Statements der Veranstalter, ein Video-Statement des Jazzpianisten Omer Klein, einen Impuls zu „Kladovo – Eine Flucht nach Palästina“ und ein Konzert des Jazz-Ensembles Triol mit Florian Bramböck am Sax für Alfred Hochhaus.

Preise

Eintritt frei

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Adresse

Treibhaus
Angerzellgasse 8
6020 Innsbruck

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