Als Epochenbegriff erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Gefolge des Auflebens moderner Kunst gebildet, polarisieren die unter dem Begriff „Manierismus“ gebrachten Werke der europäischen Kunstgeschichte seit jeher. Der hohe Grad der in der manieristischen Kunst betriebenen Reflexion über das eigene Tun treibt manch wunderliche Blüte, wie sich die Besucher*innen bei der Führung mit Ralf Bormann, dem Kurator der Sammlungspräsentation, mit eigenen Augen überzeugen können.