Stephanie Hollenstein war eine talentierte Malerin, deren Rolle im NS-Regime ihr Werk überschattet. Die Romanbiografie zeichnet ein differenziertes Bild einer lesbischen Frau, die nach Anerkennung strebte – als Person und in ihrer Kunst. Dafür kämpfte sie, als Mann verkleidet, im Ersten Weltkrieg und für Gleichberechtigung in der Kunstszene, bevor sie schließlich im Nationalsozialismus Karriere machte.
Brigitte Herrmann zeigt in ihrem Roman „Die Suche nach der eigenen Farbe – Das widersprüchliche Leben der Malerin Stephanie Hollenstein“ die Widersprüche eines Lebens auf – zwischen Erfolg, Liebe und Verantwortung, Kunst und Politik. Stephanie Hollenstein zählt ebenso zu den Protagonistinnen der Ausstellung „Hosenrolle? Frauen im Porträt 1809–1918“. Eine Verbindung von Lesung und Ausstellung könnte daher kaum passender sein.

