Literatur hat bekanntlich viele Vorzüge, sie entführt uns in andere Welten, macht Dinge sicht- und erfahrbar, tröstet, gibt Mut oder lässt uns durchatmen. Sie stellt ein Gefühlsspektrum zur Verfügung, das wir im Alltag oft schon vergessen haben. Literatur kann überall sein. „Literatur andernorts“ möchte unverhoffte Begegnungen mit Literatur abseits vertrauter Kontexte möglich machen und so mitunter überraschende, auch beglückende Räume öffnen. Zwei Autorinnen werden dafür das Tiroler Volkskunstmuseum besuchen und ihre Texte lesen bzw. performen.
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Njideka Iroh
Njideka Iroh ist Autorin, Spoken-Word-Künstlerin/Performerin, Kuratorin. Ausgehend von eigenen diasporischen Erfahrungen erprobt sie in ihren Performances Möglichkeiten des Sprechens als lustvollen Ausdruck von Freiheit, Empowerment und Widerstand. Ihre Gedichte wurden in verschiedenen Formen veröffentlicht (im VR 360-Film Lagos at Large, als Modenschau, in Musikprojekten, Soundscapes und mehr) und ins Arabische, Slowenische sowie in die Gebärdensprache übersetzt.
Nancy Hünger
Nancy Hünger lebte nach ihrem Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar als freie Schriftstellerin in Erfurt, Gotha und Tübingen, wo sie seit 2022 das Studio Literatur und Theater der Eberhard-Karls-Universität leitet. Für ihre äußerst eindringlichen und dichten Lyrik- und Prosatexte erhielt sie vielfach Auszeichnungen und Stipendien.
Zuletzt erschienen: Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett. Gedichte. (2017), 4 Uhr kommt der Hund. Ein unglückliches Sprechen (2020), Abwesenheit. Über Wolfgang Hilbig. Essay (2022).


