Diskriminierung im Bildungswesen bedeutet massive Benachteiligung beim Zugang zu Bildung und Chancenungleichheit bei der Lebensgestaltung. Diskriminierungserfahrungen können nicht nur schädliche Auswirkungen auf den schulischen Erfolg von betroffenen Kindern und Jugendlichen haben und zum vorzeitigen Abbruch der Schule führen, sie haben auch negative Auswirkungen auf ihre psychische und physische Gesundheit. Es ist daher notwendig an Schulen jede Form von Benachteiligung, einschließlich indirekter und struktureller Diskriminierung, zu verhindern.
Die „IDB – Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen“ ist ein gemeinnütziger und politisch unabhängiger Verein, der (institutionelle) Diskriminierungserfahrungen im Bildungsbereich aufgrund von Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie und Behinderungen thematisiert, dokumentiert und seit 2016 in einem jährlichen Bericht aufbereitet. Diese Berichte sind eine wichtige qualitative Quelle, um auf das Ausmaß von Diskriminierungserfahrungen im Bildungswesen hinzuweisen und diese sichtbar zu machen.
Die ehrenamtlichen Mitglieder dieser gemeinnützigen Organisation kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen und gehören verschiedenen Professionen an: Lehrer*innen, Jugendcoaches, Jurist*innen, Ärzt*innen, Psycholog*innen. Sie setzen sich für den Abbau von Benachteiligung insbesondere in der Schule ein und haben dazu auch einen 15-Punkte Plan zur Etablierung eines diskriminierungsfreien Bildungswesens erstellt. Dieser soll mit verschiedenem Protagonisten*innen aus der Region, wie Schulsozialarbeiter*innen, Kinder- und Jugendanwaltschaft, Gleichbehandlungsanwält*innen, rassismuskritischen Beratungseinrichtungen oder Schulsprecher*innen diskutiert werden.
Erfahrungsaustausch und Vernetzung, soll die Bündelung aller Kräfte, die sich für eine diskriminierungsfreie Schule und gegen Bildungsungleichheit einsetzen ermöglichen. Durch das Aufspüren von Synergien werden die Bemühungen der Einzelnen für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen verstärkt.