Leitbild Tiroler Landesmuseen
Die Tiroler Landesmuseen – das Ferdinandeum, das Tiroler Volkskunstmuseum mit der Hofkirche, das Zeughaus, das Tirol Panorama mit Kaiserjägermuseum und das Sammlungs- und Forschungszentrum – sind mit ihren vielfältigen Sammlungen ein Universalmuseum.
Universalmuseum bedeutet, dass Wirklichkeiten als ein Geflecht von Beziehungen und komplexen Zusammenhängen begriffen und vermittelt werden. Bei der Erfüllung der Hauptaufgaben als Museum – Sammeln, Dokumentieren, Bewahren, Forschen und Vermitteln – kommt dem Zusammenwirken zwischen den Wissenschaftsdisziplinen, dem interdisziplinären Diskurs, deshalb eine zentrale Bedeutung zu.
Die Tiroler Landesmuseen gehen aktiv auf Menschen zu. Sie sind ein Forum der Wissenschaft und eine Stätte der Begegnung und Information. Entsprechend der ICOM-Museumsdefinition sind sie „der Öffentlichkeit zugänglich, barrierefrei und inklusiv“, fördern Diversität und Nachhaltigkeit, kommunizieren aktiv mit der Umgebung und beziehen Gemeinschaften und gesellschaftliche Entwicklungen ein. Sie bieten vielfältige Erfahrungen im Hinblick auf Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch. Der „ICOM Code of Ethics“, der „ICOM Code of Ethics for Natural History Museums“ und die „Charta der Museen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino für nachhaltige Entwicklung“ sind ethische Basis unserer Arbeit.
Ebenso wichtig ist der von Erzherzog Johann anlässlich der Grundsteinlegung geäußerte Wunsch, „daß dieser Bau kein starres Behältniß todter Sammlungen wird, sondern eine Stätte lebendiger, wahrhaft nützlicher Thätigkeit“.
Unsere Museen schaffen Erlebnisräume für möglichst viele wissbegierige Menschen, machen Wissen zugänglich und fördern damit kritische Reflexion und Erkenntnis. Unterschiedliche Perspektiven auf Kunst, Geschichte, Kultur und Natur sowie gesellschaftlich relevante Themen stehen dabei im Mittelpunkt. Unsere Museen sind Bindeglied zwischen den verschiedenen Sprachen und Kulturen, die in Tirol lebten und leben.