Ein Erzherzog Ferdinand von Ă–sterreich-Tirol zugeeignetes Madrigalbuch von Andrea Gabrieli

Ein Konzert der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 1579 reiste Erzherzog Ferdinand II. von Österreich Tirol mit seinem Neffen Prinz Ferdinand von Bayern nach Venedig, um in nobler Gesellschaft inkognito den Karneval zu feiern. Natürlich blieben die fürstlichen Gäste nicht unerkannt. Sie gaben sich allerhand Lustbarkeiten hin und ließen sich glänzend unterhalten: Die Musiker von San Marco kamen täglich, um den Fürsten und ihrem Gefolge aufzuspielen. Bei dieser Gelegenheit kam es wohl zu intensiverem Kontakt zwischen dem Organisten am Markusdom Andrea Gabrieli und Erzherzog Ferdinand. So ist es wohl auch zu erklären, dass der berühmte Venezianer ein Jahr später dem Tiroler Landesfürsten eine Sammlung von sechsstimmigen Madrigalen widmete.

Das Ensemble der Innsbrucker Hofmusik gastiert mit diesem Meisterwerk aus dem Todesjahr von Ferdinands erster Frau Philippine Welser im Spanischen Saal von Schloss Ambras, einem einmaligen Originalschauplatz. Wie an allen Habsburgerhöfen der Renaissance blühte auch am Hof Kaiser Ferdinands die Pflege des Madrigals als höchste Form vokaler Kammermusik. Dies belegen u. a. die Inventare der Innsbrucker Hofmusik, in denen auffällig viele Madrigalsammlungen namhafter Komponisten angeführt sind.

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Infos und Karten unter www.altemusik.at

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