Podiumsgespräch

„Die Tiroler, Wir Tiroler" – zu Tiroler Identität(en)
verschoben

Die Diskussionsreihe „Tiroler Identität(en)“ geht auf die Suche nach dem „Wir“ der Tiroler*innen. Die Covid-19-Krise forderte alle. Sie förderte zutage, was bisher habituell unterschwellig funktionierte und dessen man sich nur aus Gründen des Marketings bediente: nämlich auf regionale Stereotypien, Klischees und mental verankertes Rollenverhalten zurückzugreifen. Mit Beginn der Covid-19-Krise waren „die Tiroler*innen“ plötzlich in aller Munde. Die „Ischgl-Saga“ (Focus) trug ihres dazu bei.

Die verworrene Lage hatte dann tatsächlich Friktionen zwischen Tirol und Wien, Tirol und der Welt, zwischen Tiroler*innen und Wiener*innen, zur Folge. Dem „Tirolertum“ will daher auf den Grund gegangen werden, es wird nach Spuren von Klischees und Realitäten gesucht. Das Ferdinandeum ist ein passender Ort, der Frage nach dem Tirolischen „Wir“ auf den Grund zu gehen. Als „Nationalmuseum“ ersonnen, im Mai 1845 eröffnet, brilliert es bis heute durch seine beeindruckend gefächerte Vielfalt in der Darstellung tirolischen Kunstsinnes und regionaler Selbstwahrnehmung.

Die Suche nach dem Tirolischen soll jedoch nicht in klassisch kulturhistorischen Mustern erfolgen, vielmehr ist es Absicht, das Tirol der Gegenwart zu erkunden; Tirol nicht als großen kollektiven Mythos mit Mitteln des 19. Jahrhunderts weiterzuerzählen, sondern das Tirol der Gegenwart sichtbar werden zu lassen. Die Diskussionsrunden finden mit ausgewählten Repräsentant*innen Tirolischen Lebens statt.

Preise

kostenlos

Mit

Markus Götting, Focus

Elisabeth Zanon, Plastische Chirurgin

Peter Assmann, Direktor der Tiroler Landesmuseen

Moderation: Elsbeth Wallnöfer, Ethnologin

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