Frau Marinelli, Sie widmen sich nicht nur vollständigen Krippen, sondern Sie erforschen auch Fragmente von Krippenfiguren. Warum ist das für Sie so interessant?
Ursula Marinelli: An den Fragmenten sieht man den Aufbau und die Machart sowie die Materialien, die verwendet wurden. Manche Figuren haben fein gearbeitete Wachsköpfe mit sehr individuell bemalten Gesichtern. Der Körper besteht oft aus einem Drahtgeflecht. Die Kleider wurden auch aus alten Messgewändern gefertigt und bemerkenswert detailgetreu mit Goldfäden bestickt. Der Reiz an den einzelnen Figuren mit den kleinen Accessoires ist natürlich auch das verspielt Puppenhafte, das sie ausstrahlen.