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Auf seiner letzten Studienreise nach Venedig machte der britische Landschaftsmaler James Holland (1799–1870) 1858 in Innsbruck Station. Hier schuf er ein Aquarell, das den jeder Innsbrucker*in und jedem Innsbruck-Reisenden wohlvertrauten Ausblick von der Maria-Theresien-Straße auf die Nordkette zeigt. Das Kunstwerk konnte kürzlich mit Mitteln des Vereins Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum bei Sotheby’s London für die Grafische Sammlung ersteigert werden und wird hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Wer den Versuch unternimmt, den Standort ausfindig zu machen, von dem aus der Künstler sein Bildmotiv festgehalten hat, wird feststellen, dass die Zeichnung verschiedene solcher Standorte in sich verschränkt. In der Sammlungspräsentation stellen wir unserem Aquarell verschiedene vom Fotografen Johannes Plattner dokumentierte Ansichten des Motives gegenüber. Auf diese Weise möchten wir die Konstruktion einer auf den ersten Blick „authentischen“, auf den zweiten Blick sich aber als kunstvoll arrangiert erweisenden Darstellung offen legen.

James Holland hat mit seinem Aquarell ein romantisches Stimmungsbild geschaffen, das uns die Erhabenheit des Gebirgszuges erleben lässt, die sich hingegen einer technischen Reproduzierbarkeit entzieht. Das Kunstwerk kommt der „Wahrheit“ des Gebirges viel näher, als dies eine vermeintlich authentische, „exakte“ Wiedergabe des Sichtbaren in der „getreuen“ Fotografie vermag. Holland stellt uns damit unsere kollaborative Rolle als Betrachter*innen bei der Erzeugung der überwältigenden Wirkung des Gebirges vor Augen. Diese Wirkung entfaltet sich nicht allein aufgrund der materiellen Präsenz des Massivs, sondern muss von der Betrachter*in subjektiv empfunden und erwidert werden.

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