Julia Bornefeld

sentire, 2020
Heute geöffnet von 10 - 18 Uhr

Das Ohr ist in der bildenden Kunst ein häufig verwendetes Motiv, ob bei Jan Vermeer (1632-1675), Hieronymus Bosch (1450-1516), Salvador Dali (1904-1989), Meret Oppenheim (1913-1985) oder Martin Kippenberger (1953-1997). Letzterer wollte sich „nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden“, eine Anspielung, welche das klischeehafte Bild des Künstlers als gequältes Genie bedient – und somit auch auf den berühmtesten Maler der Postimpressionismus, Vincent van Gogh (1853-1890), Bezug nimmt.

Julia Bornefelds (*1963) Skulptur „sentire“ (2020) – italienisch für „Gefühl“ – ist eine gelungene Intervention im öffentlichen Raum, die an das menschliche Organ erinnern mag, aber durch seinen Standort etwas Fremdes behält. Bei der Betrachtung dieses Objektes aus Bronze geht es nicht um das Verstehen, sondern um eine gefühlsbetonte Anrufung. Bornefelds „Ohr“ ist neben Isa Genzkens (*1948) fotografischer Reproduktion (2002) am Rathaus die zweite Installation dieses Sinnesorgans einer Künstlerin im öffentlichen Raum von Innsbruck.


Außenfassade Ferdinandeum

Häuserübersicht

Einwilligung

Durch das „Akzeptieren“ willige ich ausdrücklich in die Drittlandübermittlung meiner technischen Informationen (insb. IP-Adresse) ein, damit der Inhalt dargestellt werden kann. Ich nehme zur Kenntnis, dass in den USA kein ausreichendes Datenschutzniveau vorliegt und das Risiko besteht, dass unter anderem US-Behörden auf meine Daten zugreifen könnten und dagegen kein ausreichender Rechtschutz besteht. Nähere Informationen und die Möglichkeit zum Widerruf meiner Einwilligung finde ich in der Datenschutzerklärung.