Kein anderes Musikgenre durchdringt so sehr die Gesellschaft wie die Blasmusik. Tirol hat mehr Musikkapellen als Gemeinden, sie sind tragende Säulen des sozialen Gefüges, stiften Identität und bestimmen die Außenwirkung des Landes mit. Das Musizieren in diesen Formationen ist für viele im Land die erste und prägendste Begegnung mit Musik. 

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Tiroler Blasmusikverband“ stellen wir uns in der Ausstellung „Spielweisen“ die Frage, wann und warum die Blasmusik diesen herausragenden Stellenwert erlangte. Dieser tiefenscharfe Blick in ihre Geschichte ist hochinteressant: Die Anfänge waren bescheiden und was heute als identitätsstiftend und „typisch tirolerisch“ gilt, hatte Wurzeln, die u. a. in das Osmanische Reich und nach Böhmen führen. In der Musiksammlung des Ferdinandeums finden sich in großer Zahl zumeist bislang unpublizierte, spannende Quellen zur Frühgeschichte und Entwicklung der Blasmusik, zudem Instrumente in großer Zahl.

In der Ausstellung werden auch die bis heute konstitutiven militärischen Wurzeln der Blasmusik kritisch beleuchtet und hinterfragt, ebenso ihr Naheverhältnis zu Politik und ihre Vereinnahmung durch totalitäre Systeme.

Natürlich wird auch die Entstehung des Blasmusikverbandes thematisiert – die Idee des Zusammenschlusses von Kapellen zu Verbänden entstand in Tirol, der „Unterinntaler Musikbund“ 1903 ist gewissermaßen der Urahn aller Verbände. Ein Blick in die Gegenwart und Zukunft des Phänomens „Tiroler Blasmusik“ rundet die Schau ab. 

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