Die Grafische Sammlung der Tiroler Landesmuseen besitzt den weltweit größten Bestand an Tiroler Barockzeichnungen. Im Rahmen von „Ferdinandeum unterwegs“ werden diese barocken Preziosen – etwa von Paul Troger oder Simon Benedikt Faistenberger – im Innsbrucker Stadtarchiv/Stadtmuseum ausgestellt.

Die Zeichnungen waren zweckgebundene Arbeitsskizzen zur Vorbereitung von komplexen Projekten, etwa Deckenfresken, Altar- oder Bühnenbildern. Heute werden sie als hochkarätige Meisterwerke gesehen.

Josef Ignaz Mildorfer_Moses und die Eherne Schlange_c_Johannes Plattner
© TLM / Fotografie: Johannes Plattner
Link zu Bild Josef Ignaz Mildorfer_Moses und die Eherne Schlange_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Paul Troger_Falte mit Putti_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Egid Schor_Gloria des Heiligen Rochus_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Johann Andreas Wolff_Enthauptung der Heiligen Barbara_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Johann Andreas Wolff_Apotheose des Heiligen Judas Thaddäus_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Alessandro Galli da Bibiena_Präsentationsentwurf eines Bühnenbildes_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Balthasar Horer_, Kanzelfiguren_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Johann Georg Dominikus Grasmair__Männlicher Akt_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Cosmas Damian Asam_Judith mit dem Haupt des Holofernes_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Simon Benedikt Faistenberger_Krönung Mariens in Gewölbearchitektur_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Simon Benedikt Faistenberger_Glorie des Heiligen Ulrich_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Philipp Haller_Liegender männlicher Akt_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Josef Kremer_Anbetung der Hirten_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Franz Anton Zeiller_Heilung eines Besessenen durch den Heiligen Gallus_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Franz Anton Zeiller_Tempelgang Mariens_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Johann Michael Strickner_Immaculata_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Josef Kremer_Kartusche mit Putti_c_Johannes Plattner Link zu Bild Link zu Bild Paul Röpfl_Markierung des Grenzverlaufes zwischen Bayern und Tirol_c_Johannes Plattner Link zu Bild

Das Kunstgeschehen der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Tirol wurde überwiegend von zugewanderten Künstlern bestimmt, wie etwa von dem aus Schwaben stammenden Paul Honegger. Die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts dominierten drei Tiroler Künstlerfamilien, namentlich die Familien Schor, Gumpp und Waldmann. Der Barock markiert den Versuch, die Welt als stabile Ganzheit zu begreifen. Der Titel „Weltentfaltung“ verweist auf die Falte, ein zentrales Stilelement des Barock. Falten machen sichtbar, wie die Wirklichkeit sich uns zu erkennen gibt: vielfältig, nichts ist endgültig entschieden, alles im Fluss – Kunst für heute.

Die Schau widmet sich diesen faltensatten Kunstwerken und wagt auch den Blick auf die Bergwelt, in deren Falten sich das barocke Kräftespiel von Verbergen und Enthüllen fortsetzt.

 



Zur Information: Aus konservatorischen Gründen werden die gezeigten Zeichnungen während der Laufzeit durch Faksimile oder andere Zeichnungen aus der Sammlung getauscht. Aus diesem Grund besteht die Ausstellung aus zwei Teilen: 27.3. – 26.6. sowie 13.7. – 26.10.26.



 

KURATOR
Ralf Bormann

WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT
Johann Kronbichler, Herbert Schwaha

Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck

Badgasse 2
6020 Innsbruck


Mo – Fr 9  – 17 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag geschlossen.

Sonderöffnungszeiten an Samstagen:
25.4., 30.5., 25.7., 29.8., 26.9.26
jeweils von 10 – 14 Uhr mit Führung um 11 Uhr

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