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5.1.2022
3 min
Dr.in Sonia Buchroithner

War er da?

Seit Ende November können im Tirol Panorama und in der Hofkirche sogenannte „Hoferpoints“ besucht werden. Es sind dies Stationen eines intermusealen Projektes der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino, um Orte bzw. Gebäude zu markieren, die mit der Biografie Andreas Hofers (1767-1810) verwoben sind. Dreisprachige Gebäudeschilder (deutsch, englisch und italienisch) sowie eine dreisprachige Website informieren über die historischen Stätten und Ereignisse, die vor über 200 Jahren eine wichtige Rolle für den Sandwirt und die Tiroler Erhebung von 1809 gespielt haben.

Hofer und die schlacht am bergisel

Der Bergisel ist bis heute ein vielbesuchter Gedächtnisort. Hier wurde und wird nicht nur des Tiroler Freiheitskampfes 1809 gedacht, sondern auch an die weitere Landesgeschichte erinnert, im Tirol Panorama mit der bildlichen Darstellung der dritten Schlacht am Bergisel: Am 13. August 1809 standen einander hier etwa 15.000 bayerische, sächsische und französische Soldaten und ebenso viele Tiroler Freiheitskämpfer gegenüber. Am Bergisel war Andreas Hofer am 13. August nicht anzutreffen, er befand sich zunächst in seinem Hauptquartier in der Nähe von Schönberg. Während am Bergisel gekämpft wurde, weilte Hofer im Gasthof Schupfen bei Mutters, von wo aus er seine Kompanien kommandierte.

HOFER IM TIROL PANORAMA

Der Maler des erst 1896 fertiggestellten Riesenrundgemäldes, der Münchner Panoramenmaler Michael Zeno Diemer, hat ihn dennoch mit stoischer Haltung, das Kampfgeschehen von seinem Feldherrenhügel aus überblickend, in Pose gesetzt. Der Oberkommandant der Tiroler Aufständischen durfte im Bild keinesfalls fehlen. Das Riesenrundgemälde aus dem Jahr 1896 bietet also keine historische exakte Darstellung der Ereignisse am 13. August 1809. Im Gemälde will man aber seine Zugehörigkeit zur Schlacht ausdrücken und so identitätsstiftend sein und für viele – bis heute – war er aber da! Aber eine Darstellung der Bergiselschlacht ohne den inzwischen vor allem im Ausland zur Legende gewordenen Hofer, das wäre nicht gegangen.

Und irgendwie ist er ja auch da: Seit 1893 findet sich das Andreas-Hofer-Denkmal des Südtiroler Künstlers Heinrich Natter am Bergisel, Hofer blickt Richtung Innsbruck hinab und zeigt mit dem Finger auf die Menschen, die vor ihm stehen, wie wenn er immer noch hier als Kommandant tätig wäre …

Auf Hofers Spuren

Entdecken Sie die weiteren Orte! Vielleicht einfach einmal auf den Spuren Andreas Hofers durch die Europaregion Tirol –Südtirol – Trentino fahren und den „Hoferpoints“ folgen: Innsbruck (Hofkirche), St. Leonhard in Passeier (Sandhof), Meran (Gasthaus Graf von Meran), Bozen (Amtshaus St. Afra), Neumarkt (Gerichtsdienerhaus), Ballino (Andreas-Hofer-Platz), Mori (Cal-di-Ponte-Platz), Predaia (Wallfahrtsort San Romedio), Lavis (Kirche Madonna di Loreto), Ala (Palazzo Taddei).

Autor*in

Dr.in Sonia Buchroithner

 
Sonia Buchroithner
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