// Auszug aus dem Wissenschaftlichen Jahrbuch 2020 //
Im Frühling 2012 gelangte ein Bestand ins Volksliedarchiv, der dort seinesgleichen suchte: Über 1.200 Lieder, Schnaderhüpfel und Jodler waren hier als Tonaufnahmen eingesungen und inklusive der Texte auf DVD gespeichert worden. Keine der – ohnehin nur spärlich vorhandenen – Tondokumentesammlungen aus privater Hand war je so umfangreich und konsequent angelegt worden.
Andreas Wurzrainer (* 1936) hatte sich nach seiner Pensionierung ein ambitioniertes Ziel gesetzt: sein gesamtes Liedrepertoire aufzunehmen und damit vor dem Vergessen zu bewahren. Nach rund acht Jahren Arbeit konnte er sein „lebendiges Liederbuch“ vorlegen, das nun Musikantenfreundinnen und -freunden und Interessierten als Anregung und Quelle diente und schließlich als eindrucksvolles Dokument eines langen Sängerlebens seinen Weg ins Volksliedarchiv fand.