Wie wollen Sie neue Besuchergruppen erreichen?
Besonders wichtig sind mir Kinder, Jugendliche und Familien. Das Zeughaus hat großes Potenzial für generationenübergreifende Museumsarbeit. Wir wollen neue Formate entwickeln, die Beteiligung ermöglichen und Menschen als aktive Kulturteilnehmer*innen ansprechen. Dialog, Inklusion und Teilhabe werden dabei zentrale Leitgedanken sein.
Welche gesellschaftlichen Themen sollte ein historisches Museum heute aufgreifen?
Museen müssen aktuelle Fragen aufgreifen und gleichzeitig auf einer fundierten wissenschaftlichen Basis stehen. Das Zeughaus bietet dafür ideale Voraussetzungen. Themen wie Klimawandel, Erinnerungskultur, gesellschaftliche Veränderungen oder die Geschichte Tirols im 20. Jahrhundert lassen sich hervorragend mit den vielfältigen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen verbinden. Mich interessiert besonders die Verknüpfung von regionalen Geschichten mit globalen Fragestellungen.
Was bringen Sie aus Ihrer bisherigen Laufbahn mit?
Ich durfte in sehr unterschiedlichen Museen und Institutionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz arbeiten – von großen Landes- und Bundesmuseen bis zu regionalen Häusern. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig Zusammenarbeit, Vernetzung und das genaue Hinhören sind. Museumsarbeit ist Teamarbeit und lebt vom Austausch mit Wissenschaft, Bildung, Kultur – vor allem aber im Austausch mit den Menschen, die dieses Museum besuchen (oder zukünftig besuchen!).