Du hast im März 2025 Deinen Schreibtisch in der Kulturredaktion der Tiroler Tageszeitung verlassen und leitest nun die Abteilung der Publikationen in den Tiroler Landesmuseen. Wie geht es Dir mit dieser beruflichen Veränderung?
Gut. Mir hat der nächste Schritt als Redakteurin gefehlt, deshalb die Entscheidung weg vom täglichen Schreiben, hin zu den Texten. Das Wichtigste (Inhalt, Kultur, Museen) ist im Grunde geblieben. Was ich im Kulturjournalismus gelernt habe, ist aber ein breites Verständnis von Kultur und den kulturellen Genres. Ich hatte überall Einblick – unterschiedliche Perspektiven reinzubringen, ist für die Stelle im Publikationsmanagement natürlich von Vorteil.
Du kommst vom tagesaktuellen Schreiben, Texte-Abliefern, also aus einer Arbeit, die mit viel Druck zu tun hat, wogegen im Museum ein anderer Rhythmus herrscht – es geht um konzeptionelle Arbeit, Strategien, um monatelanges Hinarbeiten auf ein großes Projekt. Ist das für Dich auch reizvoll?
Ich würde sagen, der Druck ist nicht weniger geworden, er ist nur anders verteilt. Weniger Sprint, mehr Marathon. Mir macht es jedenfalls großen Spaß inhaltliche Akzente zu setzen, an Strategien für die Zukunft zu arbeiten und die großen Projekte, nicht nur Bücher, sondern Publikationen im Allgemeinen, also letztlich auch eine ganze Abteilung mitzuentwickeln.