1922
Der Saatgutforscher Erwin Mayr beginnt eine Bestandsaufnahme alter landwirtschaftlicher Nutzpflanzen aus Tirol vorzunehmen. Seine Mission: die Sorten vor ihrem drohenden Verschwinden zu bewahren. Die sogenannten „Landsorten“ oder „Herkünfte“ kommen mit dem Klima und den Böden in der Alpenregion gut zurecht, konkurrenzfähig ist der Ackerbau hier aber dennoch nicht und der Bedarf an Getreide steigt. Alte Sorten werden durch ertragreichere Neuzüchtungen ersetzt, vor allem aber wird Getreide importiert – auf Kosten der Vielfalt.