Er beschäftigt sich mit jenen Themen, vor denen sich andere scheuen: Politische und soziale Kritik, Angst und Einsamkeit, Krankheit, Tod und Wahnsinn. Zu seinem 80. Geburtstag präsentiert Anton Christian eine dreiteilige Ausstellung in Innsbruck, Schwaz und Telfs. Wir haben ihn in seinem Atelier in Natters getroffen.
Wie entsteht Ihre Kunst?
Anton Christian: Anfänglich war ich natürlich diversen Einflüssen ausgesetzt: dem der Lehrer, der Künstler, der Kunstgeschichte. Später, nach beinahe naturwissenschaftlichen Experimenten – ich habe Versuche dazu gemacht, wie Materialien altern und verrotten – wurden Literatur wie auch aktuelles Geschehen immer wichtiger. So entstanden unter anderem mein Werk zum Vietnamkrieg, das „Taufkleid für ein Kind in einem kriegführenden Land“, und eine Werkgruppe, die zu den Geschehnissen im ehemaligen Jugoslawien Stellung nimmt. Die Arbeiten „Zeugen“, „Ort der Erinnerung“ und „Aufnahme gefunden“ aus diesem Zyklus werden im Volkskunstmuseum zu sehen sein.