Das inklusive Projekt „Stuben anders sehen“ lässt uns die historischen Stuben im Volkskunstmuseum mit verschiedenen Sinnen abseits des Sehens erleben.
„Stuben anders sehen“ ist ein inklusives Vermittlungsprojekt, das sechs der insgesamt 14 historischen Stuben des Tiroler Volkskunstmuseums über das Sehen hinaus mit verschiedenen Sinnen erlebbar macht. Der interaktive Rundgang wurde gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Tirol (BSVT) entwickelt.
Die Audiotour leitet die Besucher*innen zu den einzelnen Stuben im ersten Stock des Museums, zur Gerichtsstube aus Niederndorf, zur Tanzer Wirtshausstube, zur Johannser Stube, zur Friedhofer Stube sowie zu den Stuben aus Caldes und Burgeis. Neben der Beschreibung der Räume setzen die Hörtexte unterschiedliche Schwerpunkte, z.B. werden die Bedeutung der Stuben als soziale Räume und ihre Bauweise erläutert.
Zu einigen Themen bieten Taststationen ein vertiefendes haptisches Erlebnis, aber auch die Besonderheiten in und an den Stuben selbst können ertastet werden. Am Eingang jeder Stube befindet sich zudem ein taktiler Raumplan mit allen vorhandenen Einrichtungsgegenständen, ergänzt durch Angaben zum Alter und zur Herkunft der Stube.
Die Audioführung „Stuben anders sehen“ richtet sich in erster Linie an blinde und sehbehinderte Menschen. Sehenden Besucher*innen wiederum bietet sie die Möglichkeit, die Stuben aus einer anderen Perspektive zu betrachten, bislang unbekannte Details zu entdecken und die Räume beim Ertasten neu zu interpretieren.


