Interreligiöses Gespräch
Erinnern, Gedenken, Weiterdenken. (Trauer-)Rituale in Judentum und ChristentumAusgehend von der künstlerischen Intervention „Kaddisch“ an der Fassade des Tiroler Volkskunstmuseums diskutieren wir: Was bedeutet aktive Erinnerungskultur und Trauern für wen? Welche Rollen spielen Rituale für ein gemeinsames Empfinden und Gemeindeleben? Können wir einander auch im zivilgesellschaftlichen Miteinander durch ein Verständnis unserer Traditionen und einem gemeinsam getragenen lebendigen Gedenken näherkommen? Wir laden zu einem interreligiösen Gespräch ein über das jüdische „Kaddisch“- Gebet und weitere Traditionen zum Thema Tod und Sterben.
Das Kaddisch ist eines der wichtigsten Gebete des Judentums. Es wird in Vertretung der verstorbenen Jüdinnen und Juden gesprochen und erinnert an diese. Die Künstler Oskar Stocker und Luis Rivera präsentieren ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema in Form einer bemalten, über 20 Meter langen Leinwand, die von 3.10. bis 16.11.2025 an der Fassade des Tiroler Volkskunstmuseums zu sehen ist. Mit ihrer Intervention reagieren die Künstler auf den zunehmenden Antisemitismus und rufen zur Erinnerung an die jüdischen Ermordeten des Holocaust auf. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Bibliothek des Ferdinandeums und setzt ein sichtbares Zeichen für aktive Erinnerungskultur.
Mit Schlomo Rottman, Referent für Religion und Kultur der IKG für Tirol & Vorarlberg und Anna Kraml, katholische Theologin, Referentin für Bibelpastoral der Diözese Innsbruck.
Moderation: Martina Loth, Fachreferentin im Haus der Begegnung und Religionssoziologin.
Anmeldung
In Kooperation mit
dem Haus der Begegnung, der Israelitischen Kultusgemeinde Innsbruck und dem Lokalkomitee für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol

