KOSMOS TRAKL. EINE ANNÄHERUNG
Vertonungen von Gedichten Trakls und französischer Lyrik. Musik von Pirchner, Hindemith, Eisler, Webern u. a.
Oswald Sallaberger, der bedeutende Tiroler Dirigent und Geiger, ist auch ein hervorragender Dramaturg seiner Konzertprojekte.
Georg Trakl, der singuläre expressionistische Lyriker aus Salzburg, dessen tragisches Schicksal sich im Grauen des ersten Weltkriegs im damals österreichischen, heute ukrainischen Gródek erfüllte, hat viele Komponisten zu Vertonungen seiner Gedichte angeregt. Zu den ersten zählten so unterschiedliche „Klassiker der Moderne“ wie Anton Webern und Paul Hindemith. In Theresienstadt schrieb der bald danach von den Nazis ermordete Viktor Ullmann ein berührendes Trakl-Lied. Eine Erinnerung an den Schweizer Komponisten Willy Burkhard ist wichtig. Zu den Vorläufern und Seelenverwandten Trakls gehören die Franzosen Charles Baudelaire und Paul Verlaine, deren Lyrik nicht nur von ihren
Landsleuten, sondern zum Beispiel auch von Hanns Eisler vertont wurde. Am Ende steht eine Hommage an die Poesie Frankreichs mit Sallabergers einfühlsamen Bearbeitungen von Stücken Henri Duparcs und Gabriel Faurés.
Jenny Daviet (Sopran)
Michael Schöch (Klavier)
Ensemble La Maison Illuminée
Vera Klug (Flöte)
Daniel Kurz (Klarinette)
Florentine Simpfendörfer (Bassklarinette)
Agnieszka Kulowska (Violine)
Predrag Katanic (Viola)
Barbara Riccabona (Violoncello)
Oswald Sallaberger (Violine und Leitung)