Ausgehend von dieser unmittelbaren Erfahrung eröffnen die Künstler*innen persönliche, lokale und globale Perspektiven, die sich auf historische und aktuelle Ereignisse beziehen. Die einzelnen Beiträge bewegen sich unter anderem im Spannungsverhältnis von Zeit und Raum, Individuum und Gemeinschaft, Bewusstsein und Unterbewusstsein, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Alltäglichem und Wunderbarem, Selbstempfinden und Fremdwahrnehmung, An- und Abwesenheit, Leben und Tod.
Minimale, künstlerische Eingriffe in die Architektur bringen Räume zum Atmen, zum Duften und zum Transpirieren. Sie wirken leer und erfüllt zugleich. Die ausgestellten Werke teilen sich die Luft, konzentrieren und verflüchtigen sich. Die Ausstellung entzieht sich dem visuellen Erleben zugunsten eines immersiven Ereignisses, das nur im Hier und Jetzt des Ausstellungsbesuchs erfahren werden kann. Sie stellt zudem die Frage nach dem Wechselverhältnis der Sinne als Bestandteil künstlerischer Erfahrung.