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Bersntol, Valle dei Mòcheni, Fersental, Valle del Fersina: Alle diese Bezeichnungen stehen für ein und dasselbe Gebirgstal, rund 20 Kilometer nordöstlich von Trient gelegen. Und dennoch meinen sie nicht dasselbe. Der Unterschied liegt im sprachlichen Hintergrund der Sprecher*innen. Im Mittelalter haben sich deutschsprachige Siedler*innen in dieser mehrheitlich italienischsprachigen Region niedergelassen. Seither begegnen sich beide Sprachen in unterschiedlichen Varianten. Daraus hat sich eine sprachliche Besonderheit entwickelt: das Bersntolerische.

Das Neben- und Miteinander der verschiedenen Sprachgruppen verlief in der Vergangenheit nicht immer konfliktfrei. Deutsche und italienische Nationalisten versuchten im 19. Jahrhundert, das Tal für ihre Interessen zu vereinnahmen. Dies führte fast zum Niedergang der Sprachgemeinschaft.

Heute ist der Alltag von Mehrsprachigkeit geprägt. Die Talbewohner*innen wechseln zwischen Italienisch, Trentiner Dialekt, Deutsch und Bersntolerisch oft ganz beiläufig hin und her – „senza koa Schwierigkeit“.

Die Ausstellung „As en Bersntol“ lässt Bersntoler*innen zu Wort kommen und beleuchtet anhand von Videointerviews, Objekten und Texten die Geschichte, Sprache und Kultur des mehrsprachigen Tals im Trentino.

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